Wie läuft die Therapie ab?

Die Behandlung von Lungenkrebs soll die Erkrankung dauerhaft heilen oder den Tumor zumindest „in Schach halten“. Wenn Lungenkrebs nicht behandelt wird, breitet er sich aus, streut im Körper Tochtergeschwülste und führt früher oder später zum Tod.

Klassifikation des Tumors

Der Körper eines Menschen besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Geweben und Zellen. Dementsprechend unterschiedlich fällt auch das bösartige Wachstum einer Krebsgeschwulst aus. Für die Behandlung ist es wichtig, den genauen „Steckbrief“ der Erkrankung zusammenzustellen, die Klassifikation des Tumors.

Dazu gehören die Informationen darüber, zu welchem Zelltyp der Krebs gehört, wie bösartig er ist, wie schnell er wächst, ob er bereits die Organgrenzen überschritten oder sich sogar im Körper ausgebreitet hat.

Es ist sehr wichtig, diese Einzelheiten genau zu kennen. Erst dann lässt sich eine Behandlung zusammenstellen, die für den Patienten und den Verlauf seiner Erkrankung maßgeschneidert ist.

Therapieoptionen

Bei der feingeweblichen (histologischen) Einteilung von Lungenkrebs unterscheidet man zwischen den kleinzelligen und den nicht-kleinzelligen Lungentumoren. Diese Einteilung leitet sich tatsächlich von der Größe der verschiedenen vorgefundenen Krebszellen ab. Dementsprechend unterscheiden sich auf die Behandlungsmöglichkeiten.

Therapieoptionen beim kleinzelligen Lungenkarzinom

  • Die Chemotherapie ist die wichtigste Behandlung beim kleinzelligen Lungenkarzinom. Dabei kommen zahlreiche verschiedene Medikamente zum Einsatz, die in unterschiedlichen Kombinatio- nen verabreicht werden.
  • Wird ein Tumor mit Strahlen (Radiotherapie) bekämpft, sollen diese die Tumorzellen abtöten und den Betroffenen heilen. Ionisierende Strahlen verändern das Erbgut der Zellen. Normale, gesunde Zellen können solche Schäden meistens reparieren. Bei Krebszellen funktioniert dieses Reparatursystem nicht so gut. Deshalb können sie die Schäden, die die Bestrahlung verursacht hat, nicht beheben: Die Krebszellen sterben ab.
  • Das kleinzellige Lungenkarzinom wird nur in den sehr seltenen frühen Stadien I und II operiert. Weniger als zehn Prozent aller Betroffenen mit diesem Tumor erfüllen die Voraussetzungen für diese Operation.

Therapieoptionen beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

  •  Die – möglichst vollständige – operative Entfernung der Geschwulst bietet die höchste Heilungschance und gilt daher beim operablen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs bis hin zum Stadium T3N1M0 als Therapie der ersten Wahl. In diesen Stadien ist die Operation allen anderen Therapieverfahren überlegen.
  • Die Bestrahlung (Radiotherapie) spielt in der Behandlung der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome eine maßgebliche Rolle. Sie kommt in allen Fällen zum Einsatz, in denen der Betroffene von einer Operation keinen Vorteil zu erwarten hat oder eine operative Behandlung aufgrund der Tumorgröße oder Tumorlage nicht möglich ist (primäre Radiotherapie), wenn nach der Operation eventuell verbliebene Tumorzellen zerstört werden sollen (sekundäre Radiotherapie) oder wenn in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung einzelne Metastasen behandelt werden müssen.
  • Auch die Chemotherapie kommt bei der Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom zum Einsatz.

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