Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2026
Mit dem diesjährigen Plakatmotiv machen die Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen auf die Strategien der Tabakindustrie aufmerksam.

Freie Wahl? Von wegen!
Ansprechende Verpackungen, Werbung in den Sozialen Medien und künstliche Aromen: So vermarktet die Tabak- und Nikotinindustrie gesundheitsschädliche Produkte und spricht damit vor allem junge Menschen an. Wer in die Falle tappt, wird schnell abhängig vom Suchtstoff Nikotin: Freie Wahl? Von wegen!
HOL DIR DIE KONTROLLE ZURÜCK
Gesundheitsrisiko Rauchen
Rauchen ist nach wie vor das größte Gesundheitsrisiko für unsere Gesellschaft: Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 131.000 Menschen an den Folgen des Rauchens – das entspricht etwa jedem 7. Todesfall. Außerdem gehen fast 90 Prozent der Lungenkrebsfälle und 20 Prozent aller Krebsfälle auf das Rauchen zurück.
Marketingstrategien
Die Tabak- und Nikotinindustrie setzt verschiedene Strategien ein, um ihre Produkte für ihre – oft jungen – Kunden attraktiv zu machen. Dazu gehören E-Zigaretten und Nikotinprodukte in bunten Verpackungen, süßen Geschmacksrichtungen sowie indirekte Werbung über Influencer in Sozialen Medien. Laut einer Studie des Instituts für Gesundheits- und Therapieforschung konsumieren Minderjährige, die schon einmal E-Zigaretten in Influencer-Videos gesehen haben, auch häufiger selbst E-Zigaretten.
Ein weiteres wichtiges Instrument der Tabakindustrie, um ihre Produkte zu vermarkten, ist die Verpackung. Im Gegensatz zu Verpackungen anderer Produkte wird die Zigarettenschachtel mehrmals hervorgeholt und ist damit sowohl für Rauchende selbst als auch für ihr soziales Umfeld ständig sichtbar.
Rauchverhalten in Deutschland
Die Raucherzahlen in Deutschland sind nach wie vor auf einem hohen Niveau: Mehr als jede vierte erwachsene Person raucht. Besonders hoch ist die Raucherquote unter jungen Erwachsenen: Im Alter von 18 bis 29 Jahren rauchen über 40 Prozent der Männer und rund 30 Prozent der Frauen. Auf der anderen Seite ist die Zahl der Minderjährigen, die Tabakzigaretten rauchen, in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen. In der Altersklasse von 12 bis 17 Jahren gehört allerdings inzwischen die E-Zigarette zu den beliebtesten Nikotinprodukten.
Angebot zur Plakatnutzung
Seit inzwischen 25 Jahren veröffentlicht die Deutsche Krebshilfe zusammen mit dem Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) Plakatmotive zum Weltnichtrauchertag. Das diesjährige Motiv macht deutlich, auf welche Weise die Tabak- und Nikotinindustrie ihre Konsumenten beeinflusst: Durch den Suchtstoff Nikotin und professioneller Vermarktung bleibt Rauchenden praktisch keine freie Wahl. Wer jedoch aufhört, holt sich die Kontrolle zurück. Das Motiv ist als Wendeplakat verfügbar: Eine Seite zeigt das Motiv mit E-Zigarette, auf der anderen Seite ist es mit Tabakzigarette abgebildet. Das gedruckte Plakat können Sie kostenfrei in unser Infothek bestellen. Das Motiv gibt es außerdem in verschiedenen Formaten und als Film-Clip kostenlos zum Herunterladen.
- Broschüren, Faltblätter, Plakate: die Infothek der Deutschen Krebshilfe
- Unser Motiv zum Weltnichtrauchertag 2025 in mehreren Formaten und als Film-Clip zum Herunterladen (ZIP)
Die Motive der vergangenen Jahre finden Sie unter:
Unterstützungsangebote für den Rauchstopp
Mit dem Rauchen von Tabakzigaretten oder dem Konsum von E-Zigaretten wieder aufzuhören, ist keine Kleinigkeit. Das Nikotin in diesen Produkten schafft eine körperliche Abhängigkeit. Daher gelingt der Ausstieg nicht unbedingt beim ersten Versuch.
Zu den Angeboten, die Rauchende beim Rauchstopp nachweislich unterstützen können, gehören beispielsweise Verhaltenstherapien, digitale Angebote, medikamentöse Therapien und telefonische Beratungen.
Angebote für Kinder und Jugendliche
Die Deutsche Krebshilfe fördert Projekte und Initiativen, die Kinder und Jugendliche über die Gefahren von Tabak- und Nikotinprodukten aufklären.
Dazu gehört zum Beispiel der bundesweite Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen „Be Smart – Don’t Start“. Schulklassen, die ein halbes Jahr lang rauchfrei bleiben, können verschiedene Preise gewinnen – vor allem aber stärkt das Projekt den Klassenzusammenhalt und die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.
Auch das Projekt „EIGENSTÄNDIG WERDEN“ ist für Schulen konzipiert. In einem Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung werden Kinder und Jugendliche unter anderem über die Gefahren des Rauchens aufgeklärt.


