Maite Kelly

Die Mutter von Maite starb an Brustkrebs.

In den 1990ern stand sie mit unzähligen Songs an der Spitze der Charts – die Kelly Family. Vor einigen Jahren hat Maite Kelly erfolgreich ihre Solokarriere gestartet. Doch nicht nur die Musik ist ihre Leidenschaft – genauso engagiert setzt sie sich im Kampf gegen den Krebs ein, durch den sie vor vielen Jahren ihre Mutter verlor.

Interview mit Maite Kelly zum Brustkrebsmonat

Maite, du hast deine Mutter durch Brustkrebs verloren, als du noch sehr jung warst. Woran erinnerst du dich, wenn du an deine Mutter denkst?

Ich erinnere mich an ihre Stimme und an die zärtliche Art wie sie mit mir sprach.

Vor einigen Jahren ist auch deine Schwester Patricia an Brustkrebs erkrankt. Welche Gedanken gingen dir durch den Kopf, als du von der Diagnose erfahren hast?

Meine erste Frage war, in welcher Stufe ihre Erkrankung ist. Wie schätzen die Ärzte das ein? Was muss gemacht werden? Wie kann man Patricia langfristig helfen, mit dieser Schockdiagnose leben zu lernen.

Hast du mit deiner Schwester offen über ihre Krankheit gesprochen?

Ja, das habe ich. Es gab keine Tabus. Ich habe versucht, ihr die Idee von Prothesen näherzubringen, weil ich wusste, dass das für sie erst mal ein fremdes Thema war, an das ich sie heranführen wollte. Die Prothesen sind darauf ausgerichtet, die Entstellung durch den harten Eingriff einer Brustentfernung zu beheben. Heutzutage kann man durch die ästhetische Chirurgie unglaublich schöne Ergebnisse erzielen. So hat man auch Möglichkeiten ein Trauma zu überwinden.

Was hat dir und deiner Schwester in dieser schweren Zeit Kraft gegeben?

Die Zuversicht, dass, im Gegensatz zu den Zeiten als meine Mutter daran erkrankte, die Forschung der letzten 30 Jahre uns heute, wenn wir die Krankheit rechtzeitig erkennen, gute Aussichten versprechen kann.

In deinem Video zur Kampagne „Mit aller Kraft gegen den Krebs“ erzählst du, dass du sehr offen mit der Angst, an Krebs zu erkranken, umgehst und dass du besonders auf deinen Körper achtest. Was machst du, um gesund zu bleiben?


Ich gehe regelmäßig zu meiner Frauenärztin und lasse bei jeder Blutabnahme die Werte testen. Ich kläre meinen Hausarzt über meinen Stammbaum auf und baue in mein Leben Vorsorgetermine ein. Dabei versuche ich, mit einer Selbstverständlichkeit der Krankheit die Stirn zu bieten. Ich glaube nach wie vor, dass, abgesehen von Sport und gesunder Ernährung, ein glücklicher Mensch, ein glücklicher Geist, vieles abwehren. Da ist zum Beispiel auch Humor ganz wichtig.

Der Oktober ist Brustkrebsmonat: Was möchtest du anderen Frauen zum Thema Brustkrebs mitgeben?

Die Brust einer Frau symbolisiert alle Aspekte einer Frau. Ihre Schönheit, Weichheit und Weiblichkeit. Gleichzeitig die gebende Kraft eine Ernährerin der Menschheit zu sein. Wir Frauen müssen lernen stolz auf unsere Erschaffung zu sein, unsere Brüste zu umarmen, sie zu schützen und ihre Gesundheit nach außen zu tragen.

Unterstützen auch Sie den Kampf gegen Krebs!