Protestaktion kommt krebskranken Menschen zugute

Eine Kampagne gegen den Journalisten und IT-Experten Brian Krebs nahm am 27. März 2018 im Internet eine überraschende Wende zugunsten der Arbeit der Deutschen Krebshilfe. Hintergrund der Aktion waren Recherchen des IT-Experten und ehemaligen Reporters der renommierten US-Zeitung Washington Post zum Image Board „pr0gramm“, eine Bilderplattform. In diesem Zusammenhang hatte er auch die Identität von einigen Betreibern veröffentlicht. Aus Ärger riefen die Nutzer dieses Boards zum Protest gegen Brian Krebs auf. Ein Nutzer nahm die Protestwelle zum Anlass, den Protest gegen „Herrn Krebs“ zu einer Spendenaktion gegen die „Erkrankung Krebs“ zu drehen und ganz offensichtlich auch für das wichtige Thema Krebs zu sensibilisieren. Er überwies 25 Euro an die Deutsche Krebshilfe und postete den Spendenbeleg. Aus einer einzelnen Spende wurde so binnen kurzer Zeit eine einzigartige virale Spendenkampagne. Die Website der Deutschen Krebshilfe hatte allein am Dienstagabend zehn Mal mehr Zugriffe als üblich. Bisher spendeten rund 8.300 Menschen. Der aktuelle Spendenstand beträgt insgesamt 207.500 Euro. Die Deutsche Krebshilfe, die als gemeinnützige Organisation ihre Arbeit ausschließlich mit Hilfe von Spenden und freiwilligen Zuwendungen aus der Bevölkerung finanziert, dankt allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung im Rahmen dieser außergewöhnlichen Initiative. Sie alle helfen uns, die Versorgung krebskranker Menschen weiter zu verbessern und die Krebsforschung voranzubringen.

Zu dem Forum „pr0gramm“ sowie den Recherchen von Brian Krebs kann die Deutsche Krebshilfe keine Aussage treffen.

Gerd Nettekoven
Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsche Krebshilfe

 

Zuletzt aktualisiert am 30.03, 16:45 Uhr

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