Engagiert gegen Krebs – Für seine Mutter


Rene de Byl, engagiert gegen Krebs

Seit seiner Kindheit wird Rene de Byl im Freundes-, Bekannten- und Familienkreis mit Krebs konfrontiert. Der 31-Jährige aus Grevenbroich möchte im Kampf gegen die Krankheit aktiv werden: Er sammelt bei verschiedenen Aktionen Spenden für die Deutsche Krebshilfe. Er führt Benefizaktionen durch und spendet einen Teil der Verkaufserlöse seines Kleidungslabels „Opportunities of Fitness“. Aufgrund der Erkrankung seiner Mutter tritt er dem Mildred-Scheel-Förderkreis bei, um die Krebsforschung auch dauerhaft zu unterstützen. Er hofft, dass die Krankheit Krebs irgendwann besiegt werden kann – damit niemand mehr seine Mutter an diese Krankheit verlieren muss. Hier erzählt er, wie seine Geschichte ihn dazu bringt, engagiert gegen Krebs zu kämpfen.

Engagement statt Wegschauen

„Bei Krebs hilft kein Wegschauen. Forschung und Prävention sind die wichtigsten Möglichkeiten, die wir haben, dieser Krankheit entgegenzutreten – und hier ist die Deutsche Krebshilfe deutschlandweit aktiv. Die Transparenz und die Unabhängigkeit haben mich ebenso überzeugt, mich für krebskranke Menschen stark zu machen. Bei einer Organisation, die so vielen Menschen hilft und die ihre Tätigkeiten ausschließlich aus Spenden finanziert, sollte dies die Pflicht eines jeden Einzelnen sein.

Nach der erfolgreichen Durchführung des Spendenevents ‚Grevenbroich bewegt sich‘, bei dem wir über zehntausend Euro sammeln konnten, habe ich mich entschieden, auch Teil des Mildred- Scheel-Förderkreises zu werden. Der Kampf gegen Krebs muss fortwährend geführt werden. Jeder Unterstützer hier zählt, und deswegen versuche auch ich zu helfen, wo ich kann. Der Förderkreis ist eine Möglichkeit, um krebskranken Menschen dauerhaft Hoffnung auf Heilung zu geben und um selbst gut informiert zu bleiben.“

Krebs begleitet mich mein Leben lang

Rene de Byl mit seiner Mutter

„Mit dem Thema Krebs verbinde ich viel Schmerz, aber auch große Hoffnung. Die Krankheit begleitet mich, seitdem ich 11 Jahre alt bin: Enge Freunde, Familienmitglieder und Bekannte haben schon gegen sie gekämpft – manche haben den Kampf verloren, aber viele haben ihn auch gewonnen.

Auch meine Mutter war seit Jahren selbst von mehreren Krebserkrankungen betroffen. Im Dezember 2020 verstarb sie dann an Darmkrebs, nachdem sich in Lunge, Hüfte, Leber und Rückenmark Metastasen sowie ein Gehirntumor gebildet hatten. So schlimm es auch ist, so dankbar bin ich trotz allem. Denn was mir widerfahren ist, hat mich stärker gemacht, mir tolle Menschen an die Hand gegeben und mich auf diesen Weg gebracht.“

Achtet auf euch

„Der letzte Wunsch meiner Mutter war es, dass Trauernde zu ihrer Beerdigung an die Deutsche Krebshilfe spenden, anstatt Blumen und Kränze niederzulegen. Sie wollte über ihren Tod hinaus, einen Beitrag zum Kampf gegen den Krebs leisten. Auch ich möchte das und bleibe engagiert gegen Krebs, damit eines Tages niemand mehr an dieser Krankheit sterben muss.

Zum Schluss möchte ich den LeserInnen noch eine Botschaft mitgeben: Achtet auf euch! Schaut und fühlt genau in euren Körper hinein! Wir haben über eine halbe Million Krebsneuerkrankungen jedes Jahr und viele davon könnten durch Nichtrauchen, Bewegung, gesunde Ernährung und Früherkennungsuntersuchungen verhindert werden.“

Sie möchten spenden & helfen?

„Je mehr Förderer sich gegen den Krebs und für krebskranke Menschen stark machen, desto mehr Hoffnung können wir schenken. Für Ihre dauerhafte und nachhaltige Unterstützung bedanke ich mich von Herzen.“ – Cornelia Scheel, Tochter von Dr. Mildred Scheel

vorheriger Beitrag Brustkrebs mit Metastasen: Erfahrungen einer Betroffenen
nächster Beitrag Anne-Sophie Mutter: Neue Präsidentin der Deutschen Krebshilfe