Allgemeines

Die Arbeit der Deutschen Krebshilfe können Sie sehr effektiv durch Gründung einer unselbständigen Stiftung unterstützen:

  • In die Stiftung wird ein bestimmter Geldbetrag eingezahlt, der dort als Stiftungskapital erhalten bleibt.
  • Die Stiftung ist eine so genannte Förderstiftung, deren Satzungszweck darin besteht, die erzielten Zinsüberschüsse an die Deutsche Krebshilfe zur Förderung deren satzungsgemäßer Aufgaben auszuschütten.
  • Die Stiftung führt den Namen des Stifters.
  • Sie unterliegt allen steuerlichen Begünstigungen, die auch für eine selbständige Stiftung gelten (siehe Menüpunkt "Selbständige Stiftung").
  • Die unselbständige Stiftung wird ohne eigene Organe (Vorstand) treuhänderisch, selbstverständlich unentgeltlich, durch die Geschäftsführung der Deutschen Krebshilfe verwaltet.
  • Die Deutsche Krebshilfe verfügt über ein fertig ausgearbeitetes Modell zur Gründung einer derartigen unselbständigen Stiftung mit den dafür erforderlichen Vertrags- und Satzungstexten.

Gründung und Verwaltung

Die Gründung der Stiftung erfolgt durch einen privatschriftlichen Akt (Vertrag) zwischen dem Stifter und der Deutschen Krebshilfe (Errichtungsgeschäft). Nur für den Fall, dass eine Immobilie in die Stiftung eingebracht werden soll, ist eine notarielle Beurkundung des Errichtungsgeschäfts erforderlich.

In dem Errichtungsgeschäft legt der Stifter u. a. das Stiftungskapital und die Satzung fest.
Gleichzeitig verpflichtet sich die Geschäftsführung der Deutschen Krebshilfe zur treuhänderischen unentgeltlichen Verwaltung der Stiftung. Hierzu gehören neben der Vermögensverwaltung insbesondere die Einholung der Gemeinützigkeitsbescheinigung beim Finanzamt, sowie die laufende Buchführung und die Jahresabschlussarbeiten.

Satzung

In der Stiftungssatzung werden u. a. der Name der Stiftung und der Stiftungszweck festgelegt.

Zweck der Stiftung ist die Beschaffung von Mitteln für die Deutsche Krebshilfe zur Verwirklichung deren steuerbegünstigter Zwecke. Die Deutsche Krebshilfe fördert mildtätige und wissenschaftliche Zwecke. Sie bekämpft die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen durch geeignete Maßnahmen, insbesondere der Information und Aufklärung, Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Forschung. Die jährlich erwirtschafteten Überschüsse der Stiftung werden an die Deutsche Krebshilfe ausgeschüttet.

Ein eigenes operatives Geschäft entwickelt die unselbständige Stiftung nicht, obgleich auch sie berechtigt ist, Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) zu erteilen und Zustiftungen anzunehmen.

Gemeinnützigkeit, Steuerfreiheit, Zuwendungsbestätigungen

Aufgrund ihres Stiftungszwecks ist die unselbständige Stiftung ihrerseits gemeinnützig. Sie ist deshalb von der Körperschaftsteuer und von der Schenkungs- und Erbschaftsteuer befreit.

Die dazu erforderliche Gemeinnützigkeitsbescheinigung beim Finanzamt wird durch die Geschäftsführung der Deutschen Krebshilfe für die Stiftung eingeholt.

Die Stiftung kann ihrerseits Spenden entgegennehmen und die entsprechenden Zuwendungsbestätigungen erteilen. Dies geschieht durch die Geschäftsführung der Deutschen Krebshilfe, und zwar das erste Mal an den Stifter selbst für die Einzahlung des Stiftungskapitals.

Errichtung zu Lebzeiten oder durch Testament

Die unselbständige Stiftung kann zu Lebzeiten oder auch durch eine entsprechende Anordnung im Testament errichtet werden. Dann ordnet der Stifter in seinem Testament an, dass die Deutsche Krebshilfe Erbe oder Vermächtnisnehmer wird und einen bestimmten Betrag oder einen bestimmten Vermögensgegenstand dafür verwendet, eine unselbständige Stiftung in der oben beschriebenen Art unter dem Namen des Erblassers zu gründen.

Steuervorteile

Wie oben beschrieben, ist die unselbständige Stiftung gemeinnützig und als solche steuerbefreit.

Daneben bietet das Stiftungsmodell auch für den Stifter selbst umfängliche Steuervorteile. So ist bei der lebzeitigen Errichtung einer Stiftung ein über 10 Jahre verteilbarer Sonderausgabenabzug in Höhe von bis zu € 1 Million (früher € 307.000) möglich (§ 10 b Abs. 1 a EStG).