„Ich werde auf dieser Welt noch gebraucht.“
Mit seinen 34 Jahren denkt André an alles — nur nicht an Krebs. Wochenlang hält er seinen Husten und die Atembeschwerden für eine einfache Infektion. Erst als die Schmerzen in der Brust stärker werden, folgen im Sommer 2021 Untersuchungen und er erhält eine Diagnose, die ihn aus der Bahn wirft: kleinzelliger Lungenkrebs. Die Deutsche Krebshilfe fördert, neben ihren zahlreichen Aktivitäten zur Krebsbekämpfung, gezielt auch die Krebsforschung — dort, wo der Grundstein für neue Therapien gelegt wird und Menschen wie André neue Hoffnung finden.
An der Uniklinik Köln nimmt er an einer neuen Immuntherapie-Studie teil. Die Therapie zehrt an Andrés Kräften, aber dann stellen sich Erfolge ein. Für den heute 39-Jährigen steht fest:
Ohne den medizinischen Fortschritt hätte ich keine Perspektive gehabt.
André
will seine Hoffnung an andere weitergeben

will seine Hoffnung an andere weitergeben
Lebensbedrohliche Krebsart
Das kleinzellige Lungenkarzinom ist besonders aggressiv: Es wächst schnell und bildet früh Metastasen, die verfügbaren Therapien wirken meist nur begrenzt. Weniger als 10 Prozent der Erkrankten überleben länger als fünf Jahre. Auch in Andrés Körper breitet sich der Krebs in Knochen und Leber aus. Keine der folgenden Chemo- und Immuntherapien kann ihn dauerhaft stoppen. Die Nebenwirkungen sind extrem: André ist erschöpft, hat hohes Fieber und verliert an Kraft. Doch Aufgeben kommt für ihn nicht in Frage.

„Ich will anderen Mut machen, niemals die Hoffnung zu verlieren.
Und Forschung ist der Schlüssel dazu.”
André sagt dem Krebs den Kampf an
Aufgeben ist keine Option
Mit 34 Jahren erhält André die Diagnose: kleinzelliger Lungenkrebs. Er ist eine der aggressivsten Krebsarten überhaupt. Als die ersten Therapien nicht anschlagen, hält er entschlossen dagegen:
„Irgendeine Möglichkeit wird es schon geben. Ich war gar nicht bereit dafür, zu gehen, mit 34 Jahren.“
André steht stellvertretend für viele andere Betroffene. Deshalb arbeitet die Forschung mit Hochdruck an neuen Ansätzen. Die Entdeckung, dass Krebszellen mit Nervenzellen kommunizieren, eröffnet völlig neue Wege in der Therapie und damit neue Hoffnung. Andrés Geschichte zeigt, wie dringend Forschung gebraucht wird und vor allem, was sie bewirken kann.
Die Deutsche Krebshilfe macht genau das möglich.
Forschung schenkt Hoffnung.
Spenden Sie für KrebsforschungHoffnung durch gezielte Forschung
Um Betroffenen wie André in Zukunft bessere Heilungschancen zu ermöglichen, muss Lungenkrebs in all seinen Facetten verstanden werden. Wie wird aus einer gesunden Zelle eine Tumorzelle? Warum hören Krebszellen nicht auf zu wachsen? Und wie entgeht der Tumor dem Immunsystem? Die Deutsche Krebshilfe finanziert aktuell ein Projekt, das sich unter anderem diesen Fragen widmet. Eine Schlüsselrolle bei der Krebsentstehung scheinen Nervenzellen zu spielen: Diese kommunizieren über feine Verbindungen mit den Lungenkrebszellen und fördern ihr Wachstum. Die Forschenden hoffen, dass dieser bislang kaum untersuchte Mechanismus neue Ansatzpunkte für zukünftige Therapien eröffnen könnte
Ihre Spende hilft uns, die Krebsforschung mit solchen Projekten weiter voranzubringen, damit Menschen mit einer Krebserkrankung in Zukunft bessere Heilungschancen erhalten.
Die Förderung durch die Deutsche Krebshilfe war und ist essenziell. Ohne sie wäre unsere Arbeit – insbesondere mit dem Ziel, neue Therapien zu entwickeln – kaum möglich.
Dr. Filippo Beleggia
Uniklinik Köln

Uniklinik Köln
Therapiemöglichkeiten des kleinzelligen Lungenkarzinoms
Das kleinzellige Lungenkarzinom ist eine besonders aggressive Krebsart: Der Tumor wächst sehr rasch, und es bilden sich sehr frühzeitig Tochtergeschwülste. Daher haben Betroffene, die an dieser Form von Lungenkrebs leiden, entsprechend schlechte Heilungschancen. Allerdings teilen sich diese Krebszellen besonders oft, sind dadurch besonders empfindlich und lassen sich daher durch eine Chemotherapie und Strahlentherapie teilweise kombiniert mit Immuntherapie gut angreifen.
Am günstigsten ist die Prognose für Betroffene mit einer begrenzten Erkrankung: Sie werden mit einer Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie behandelt und sollen so möglichst geheilt werden. In den vergangenen Jahren konnten die Chemo-, Strahlen- und Immuntherapie deutlich weiter verbessert werden; dadurch (über-)leben Betroffene heute durchschnittlich fünfmal länger als früher.
Lebensrettende Forschung
Lungenkrebs umfasst verschiedene Subtypen mit jeweils eigenen Eigenschaften. Besonders der kleinzellige Lungenkrebs stellt eine große Herausforderung dar: Er verläuft extrem aggressiv und wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert – oft bereits mit Fernmetastasen.
Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet das eine sehr begrenzte Lebenszeit von meist weniger als eineinhalb Jahren. Um die Versorgung zu verbessern, müssen wir die Erkrankung besser verstehen – vor allem die Gründe, warum sie so oft spät erkannt wird. Genau hier liegt der Schlüssel für frühere Diagnosen und wirksamere Behandlungsmöglichkeiten.
Prof. Dr. med. Christian Reinhardt
Westdeutsches Tumorzentrum, Essen

André:
„Ich habe in den letzten Jahren persönliche Erfahrungen mit Laboranten und mit Entwicklerinnen von Medikamenten gemacht. Diese Menschen leben genau wie du und ich. Sie sind gesund. Sie sind krank. Sie haben gute Laune, sie haben schlechte Laune und sie machen einen sehr guten Job. Ich habe das Labor, in dem meine Proben durchgegangen sind, gesehen. Ich habe den Entwickler meines Medikamentes kennengelernt, der seit über 30 Jahren an diesem Produkt forscht.
Und ich möchte diesen Menschen einfach nur danke sagen.“
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