Silke

will nicht mehr nur perfekt sein.

Was kannst du tun, wenn du mit 50 die Diagnose Brustkrebs erhältst? Natürlich alles, um wieder gesund zu werden. Du begibst dich hoffnungs- und vertrauensvoll in die Hände der Ärzte. Das bedeutet zugleich, Selbstbestimmung und Kontrolle abzugeben. Man muss inmitten seines Seelenchaos und des Gedankenkarussells ein großes Stück des Gewohnten loslassen. Nicht nur mein Körper veränderte sich ungewollt, sondern auch die Sicht auf mein Leben. Das, was ich bisher als selbstverständlich erachtet hatte, galt es zu hinterfragen und neu zu bewerten. Ich gönne es mir nun, nicht perfekt zu sein, bin geduldiger mit mir, gelassener und dankbar für die Dinge, die ich erleben darf.
Es sind nun 5 Jahre seit der Erkrankung vergangen und ich gelte als krebsfrei. Da ich insgesamt sehr viel Glück mit meiner Brustkrebserkrankung hatte, beschloss ich denen zu helfen, mit denen das Schicksal nicht so gut umgegangen ist.
Da ich damals nach Informationen zu Narbentattoos als Alternative zu Brustaufbau gesucht habe und dazu fast nichts fand, habe ich ein Netzwerk zum Thema Brustkrebstattoos aufgebaut. Seit zwei Jahren organisiere ich den Brustkrebstattoo-Tag. Ex-Brustkrebspatientinnen/en aus Deutschland, Österreich und der Schweiz können sich um ein kostenloses Narbentattoo bewerben.


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