Antje

Seit ihrer Krebserkrankung hat Antje einen „neuen Freund": Bewegung.

Antje

Ich bin Antje, 54 Jahre alt, Pfarrerin. Im Februar 2017 wurde bei mir im Mamographiescreening ein Tumor entdeckt. Er war nicht tastbar. Im März wurde ich operiert. Die größte Ausdehnung des Tumors war 1,7 cm und er war hormonrezeptorpositiv. Im April und  Mai war ich 35 mal zur Bestrahlung. Seitdem nehme ich Tamoxifen.
Was noch kommen wird, weiß ich nicht, was ich tun kann, das tue ich. Mein Mann und unsere zwei Kinder haben mich in dieser Zeit unterstützt – und tun dies bis heute. Alles, was ich ausprobieren wollte, habe ich ausprobiert. Denn es war klar, dass ich unter Tamoxifen nicht weiter zunehmen und mehr für meine Gesundheit tun wollte. Denn ich wog vor einem Jahr 105 kg. Jetzt ernähre ich mich mit viel Gemüse und von allem etwas, aber es gibt Kaum noch zucker-süßes.
Ich habe im März 2017 angefangen, täglich spazieren zu gehen und bin zusätzlich peu à peu auf den Crosstrainer gestiegen, bis ich eine halbe Stunde geschafft habe.
Ich war in dieser Zeit bis Ende Juli krank geschrieben und bin ehrenamtlich in den Sommerferien drei Wochen mit meinem Mann und einer Gruppe von 60 Jugendlichen und Betreuern nach Südtirol gefahren. Ich konnte jede Wanderung mitmachen und war bis auf 3.000 Höhenmetern. Ich war sehr stolz.
Im August habe ich wieder begonnen als Pastorin zu arbeiten. Ich gehe zweimal die Woche ins Fitnessstudio und laufe drei bis fünfmal die Woche je 5 km. Ich wiege heute 75 kg und freue mich über jeden Tag. Die Bewegung ist mein neuer Freund und ich hoffe, das bleibt so.

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