Alexander

erzählt, wie er mit dem Krebs lebt.

Das Thema Krebs war in meiner Familie immer sehr groß, weshalb ich mich auch denkbar früh damit auseinandersetzte. Ich hatte mir ein tolles Leben aufgebaut, führte eine sehr schöne Beziehung, Arbeit, Sport, mein Hund ... es fehlte mir wirklich an nichts. Doch ganz plötzlich, hatte sich alles geändert. Von einer recht simplen Erkältung konnte ich mich einfach nicht mehr erholen und kam auch bald in die Klinik. Ich, der immer stark, immer standhaft, der alles ertrug und dem kein Hindernis zu groß war, bekam zu hören „Es ist Krebs, vielleicht noch ein paar Monate“. Alles danach hatte ich schon gar nicht mehr gehört. Die Zeit dann war hart, doch Aufgeben war keine Option. Ich wollte noch so viel mehr erreichen!

Es schien wie ein Wunder, nach langer Zeit, ging es mir wieder gut. Es konnte weiter gehen. Tja, doch wie das Leben so spielt, war dies auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Eigentlich war ich nur routinemäßig zum Arzt um die Befunde zu besprechen. Als ich dann Platzt nahm und man mir wortlos die Unterlagen reichte, stand da viel. Doch es war für mich ok. Als wir an den Punkt angelangten, wo wir sagten, es wäre besser mein Leben nun zu genießen, fiel eine große Last von meinen Schultern. Ich war traurig und glücklich zugleich, ich konnte akzeptieren. Was mir bis heute hilft? Ich trage die Marke und eine Strähne von meinem verstorbenem Hund stets bei mir, habe tolle Freunde die zu mir stehen, obwohl ich ihre Fragen nicht beantworte und sie mit „passt schon“ belüge ( Danke Euch ). Und mein Motto „Autismus-Epilepsie-Leukämie & man hat Mitleid mit mir.

Doch ich schlief mit den Wölfen, jagte mit den Katzen, sang mit den Vögeln, rannte mit den Pferden, ich leuchte in der Nacht und male mit dem Wind – „Mein Leben ist schön" – und ja, ich finde mein Leben wirklich schön und genieße jeden Augenblick sehr.

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