Tipps gegen Krebs

Lässt sich das persönliche Risiko, an Krebs zu erkranken, durch einen gesunden Lebensstil tatsächlich senken? Ja! Dies gilt immerhin für eine Reihe besonders häufig auftretender Krebsarten wie Haut-, Lungen-, Darm- und Brustkrebs.

10 Tipps gegen Krebs

Leben Sie gesund und senken Sie aktiv Ihr Krebsrisiko! Was ist dran an diesem Aufruf? Lässt sich das persönliche Risiko, an Krebs zu erkranken, durch einen gesunden Lebensstil tatsächlich senken? Ja! Dies gilt immerhin für eine Reihe besonders häufig auftretender Krebsarten wie Haut-, Lungen-, Darm- und Brustkrebs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass weltweit 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnten.

Krebs entsteht allerdings nicht nur aufgrund bekannter und somit vermeidbarer Risikofaktoren, sondern auch durch zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung. Diese treten mit zunehmendem Alter immer häufiger auf und können nicht immer vom körpereigenen Reparatursystem behoben werden.

Dennoch lohnt sich ein gesunder Lebensstil: Die folgenden Tipps erläutern, was Sie selbst aktiv tun können. Diese Empfehlungen basieren im Wesentlichen auf dem Europäischen Kodex gegen Krebs.

1. Ich lebe rauchfrei

Rauchen Sie nicht und verzichten Sie auf jeglichen Tabakkonsum. Sorgen Sie für ein rauchfreies Zuhause und unterstützen Sie Rauchfreiheit am Arbeitsplatz.

Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihrer Kinder, damit diese Gleichaltrigen entgegensetzen können: „Ich muss nicht rauchen“.

2. Ich achte auf ein gesundes Körpergewicht

Wenn Sie übergewichtig sind, reduzieren Sie Ihr Gewicht und nehmen Sie auf keinen Fall weiter zu.

Achten Sie auf das Gewicht Ihres Kindes. Sprechen Sie mit ihm offen über eventuelle Gewichtsprobleme und entwickeln Sie gemeinsam Gegenstrategien.

3. Ich bewege mich regelmäßig und vermeide langes Sitzen

Bewegen Sie sich regelmäßig und täglich mindestens 30 Minuten. Planen Sie feste Bewegungseinheiten in Ihren Alltag ein. Auch kleine Veränderungen sind gut: Nehmen Sie öfter mal das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß; steigen Sie Treppen anstatt den Fahrstuhl zu benutzen. Steigern Sie Ihre Leistungsfähigkeit nach und nach.

Ermuntern Sie Ihre Kinder, regelmäßig Sport zu treiben. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind am Schulsport teilnimmt.

4. Ich ernähre mich ausgewogen und gesund

Essen Sie häufig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Verzehren Sie wenig kalorienreiche Lebensmittel, die viel Zucker und Fett enthalten. Bereiten Sie stattdessen Ihre Mahlzeiten aus frischen, möglichst regional-saisonalen Zutaten zu. Halten Sie den Anteil an verarbeitetem Fleisch und rotem Fleisch, beispielsweise vom Rind, Schwein oder Lamm, gering und reduzieren Sie salzhaltige Speisen. Trinken Sie wenig hochkalorische zuckerhaltige Getränke.
Nehmen Sie sich Zeit für gemeinsame Mahlzeiten mit Ihren Kindern. Achten Sie auf gesunde Pausenverpflegung in der Schule. 

5. Ich trinke nur wenig Alkohol

Trinken Sie grundsätzlich wenig und nicht täglich Alkohol. Wählen Sie öfter einmal die alkoholfreien Varianten von Bier, Wein, Sekt und Cocktails.

Machen Sie Jugendlichen klar, dass Alkohol ein Zellgift ist und Spirituosen besonders schädlich sind. Haben Sie im Blick, ob Ihr Kind an manchen Tagen besonders viel trinkt („Binge Drinking“/„Flatrate Partys“ /„Komatrinken“).

6. Ich bin vorsichtig mit UV-Strahlung

Gehen Sie nur so lange in die Sonne, dass sich Ihre Haut auf keinen Fall rötet. Wie lange dies dauert, hängt von Ihrem Hauttyp ab. Meiden Sie, insbesondere im Sommer, die Mittagssonne von 11 bis 16 Uhr. Schützen Sie sich mit sonnendichter Kleidung und wasserfester Sonnencreme mit ausreichendem UV-Schutz. Tragen Sie eine Sonnenbrille. Gehen Sie nicht ins Solarium.

Schützen Sie die Haut Ihrer Kinder, denn diese ist um ein Vielfaches empfindlicher gegenüber UV-Strahlung als die Erwachsener. Für Säuglinge im ersten Lebensjahr ist die direkte Sonne tabu! Minderjährigen ist das Nutzen von Solarien gesetzlich verboten.

7. Ich schütze mich vor krebserregenden Stoffen

Die Emissionen von Tabakprodukten sind „Innenraumgifte“, die sich in der Einrichtung ablagern. Erklären Sie daher neben der Wohnung auch das Auto zur rauchfreien Zone – insbesondere dann, wenn Kinder mitfahren.

Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz in Kontakt mit krebserregenden Stoffen kommen, befolgen Sie unbedingt die geltenden Sicherheitsvorschriften wie beispielsweise das Tragen von Schutzausrüstung.

Wenn Sie in einer Region Deutschlands leben, in der die natürliche Radonkonzentration in der Bodenluft hoch ist, schützen Sie sich durch häufiges Lüften und gegebenenfalls bauliche Maßnahmen. Nähere Informationen bietet das Bundesamt für Strahlenschutz.

8. Für Frauen – Ich stille mein Kind und meide Hormonersatztherapien

Stillen senkt das Brustkrebsrisiko bei Müttern. Falls möglich, stillen Sie daher Ihr Kind. Hormonersatztherapien hingegen können das Brustkrebsrisiko erhöhen, wenn sie über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

9. Ich informiere mich über Impfungen für meine Kinder

Hepatitis-B-Impfungen für Neugeborene sowie Impfungen gegen Humane Papillomaviren (HPV) für Mädchen und Jungen senken das Risiko für bestimmte Krebsarten wie beispielsweise Leberkrebs, Gebärmutterhalskrebs sowie Mund-, Rachen- und Analkrebs.

10. Ich informiere mich über Krebsfrüherkennungsuntersuchungen und entscheide bewusst, ob ich daran teilnehme

Die gesetzlichen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen haben das Ziel, Tumore in möglichst frühen Stadien aufzuspüren. Diese lassen sich zumeist schonender und erfolgreicher behandeln als späte Stadien.

Ratgeber Eine riskante Partnerschaft

Dieser Ratgeber wendet sich insbesondere an Männer über 30. Bei ihnen haben sich oft riskante Gewohnheiten entwickelt, die viele gar nicht bewusst wahr nehmen. Die Broschüre möchte ein Risikobewusstsein wecken, um zu einem bewussteren Umgang mit Alkohol und zu einem geringeren Konsum zu ermutigen.

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