10 Tipps gegen Krebs

Lässt sich das persönliche Risiko, an Krebs zu erkranken, durch einen gesunden Lebensstil tatsächlich senken? Ja! Dies gilt immerhin für eine Reihe besonders häufig auftretender Krebsarten wie Haut-, Lungen-, Darm- und Brustkrebs.

Ein gesunder Lebensstil lohnt sich immer

Experten schätzen, dass rund 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden können. Im Umkehrschluss bedeutet das nicht, dass Krebspatienten ihre Erkrankung selbst verschuldet haben. Denn Krebs entsteht nicht nur aufgrund bekannter und somit vermeidbarer Risikofaktoren. Auch zufällige genetische Fehler bei der Zellteilung können zu Krebs führen. Diese treten mit zunehmendem Alter immer häufiger auf und können nicht immer vom körpereigenen Reparatursystem behoben werden.

Ein gesunder Lebensstil lohnt sich dennoch immer: Damit tragen sie nicht nur dazu bei, Ihr Krebsrisiko zu verringern. Sie fördern auch insgesamt Ihre Gesundheit – und das ist die Basis für ein Leben voller Energie und Lebensfreude.

Mit den folgenden 10 Tipps zeigen wir Ihnen, was Sie selbst aktiv zur Vermeidung von Krebs und für Ihre Gesundheit tun können. Diese Empfehlungen basieren im Wesentlichen auf dem Europäischen Kodex gegen Krebs.

Viel bewegen

Bewegen Sie sich täglich mindestens 30 Minuten. Auch kleine Veränderungen im Alltag sind gut: Fahren Sie öfter mal Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß; nehmen Sie die Treppe anstelle des Fahrstuhls. Unterbrechen Sie sitzende Tätigkeiten durch kleine Gänge.

Auf das Körpergewicht achten

Wenn Sie übergewichtig sind, reduzieren Sie Ihr Gewicht - und nehmen Sie nicht weiter zu.

Gesund ernähren

Essen Sie häufig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Meiden Sie kalorienreiche Lebensmittel, die viel Zucker und Fett enthalten. Bereiten Sie Ihre Mahlzeitenfrisch zu, möglichst aus regional-saisonalen Zutaten. Halten Sie den Anteil an rotem Fleisch (Rind, Schwein, Lamm) gering und meiden Sie verarbeitete Fleischwaren.

Wenig Alkohol

Trinken Sie grundsätzlich nur wenig Alkohol – und nicht täglich. Wählen Sie öfter alkoholfreie Getränke. Der völlige Verzicht auf Alkohol ist noch besser zur Verringerung Ihres Krebsrisikos.

Rauchfrei

Rauchen Sie nicht und verzichten Sie auf jeglichen Tabakkonsum. Sorgen Sie für ein rauchfreies Zuhause und unterstützen Sie Rauchfreiheit am Arbeitsplatz.

UV-Schutz

Wenn Sie in die Sonne gehen, achten Sie auf ausreichenden Schutz durch Schatten, Kleidung und Sonnencreme. Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und eine Kopfbedeckung. Meiden Sie, insbesondere im Sommer, die Mittagssonne und schützen Sie Ihre Kinder. Gehen Sie nicht ins Solarium.

Krebserregende Stoffe meiden

Tabakrauch ist ein „Innenraumgift“. Erklären Sie daher neben der Wohnung auch das Auto zur rauchfreien Zone – insbesondere dann, wenn Kinder mitfahren. Wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz in Kontakt mit krebserregenden Stoffen kommen, befolgen Sie unbedingt die geltenden Sicherheitsvorschriften wie beispielsweise das Tragen von Schutzausrüstung.

Stillen / Hormontherapie vermeiden

Stillen kann das Brustkrebsrisiko bei Müttern senken. Falls möglich, stillen Sie daher Ihr Kind.
Eine Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden kann bei längerer Anwendung möglicherweise das Brustkrebsrisiko erhöhen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.

Impfungen für Kinder

Durch die Hepatitis-B-Impfung für Neugeborene kann das Risiko für Leberkrebs gesenkt werden. Die Impfung gegen humane Papillomviren für Mädchen und Jungen senkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs, aber zum
Beispiel auch für Penis-, Rachen und Analkrebs.

Informationen zur Früherkennung

Die gesetzliche Krebsfrüherkennung hat das Ziel, Krebserkrankungen in möglichst frühen Stadien aufzuspüren. Diese lassen sich dann meist schonender und erfolgreicher behandeln als in späten Stadien. Informieren Sie sich über die Untersuchungen und entscheiden Sie, ob Sie teilnehmen wollen.

Ratgeber Krebs vorbeugen – Was kann ich tun?

Krebs vorbeugen – das muss nicht nur Vermeiden, Verzichten oder gar Enthaltsamkeit heißen. Jeder Einzelne kann an "Stellschrauben" drehen und etwas für die persönliche Gesundheit tun. In dieser Broschüre können Sie nachlesen, wie heute die wissenschaftlich fundierten Empfehlungen zur Krebsprävention aussehen.

Unterstützen auch Sie den Kampf gegen Krebs!