Gesunder Lebensstil

Sport & Sonne

Gerade beim Sport hält man sich häufig im Freien auf – die frische Luft tut gut und viele Sportarten machen nur outdoor Spaß oder Sinn. Damit die Bewegung im Freien keine negativen Folgen nach sich zieht, sollte immer an ausreichenden Sonnenschutz gedacht werden.

Keine Frage – der Mensch braucht die Sonne: Sie fördert unsere Vitalität und seelische Ausgeglichenheit und regt die Bildung von Vitamin D an, das den Knochenbau und das Immunsystem stärkt. Aber sie kann auch fatale Auswirkungen auf die menschliche Haut haben! Natürliche und künstliche UV-Strahlen aus Sonne und Solarien sind der größte – und ein vermeidbarer! – Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs.

ÜBRIGENS: Jährlich erkranken in Deutschland fast 265.000 Menschen neu an Hautkrebs, mehr als 30.000 davon am besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom).

UV-Strahlen sind potenziell krebserregend. Wenn Sie einige Regeln beachten, können Sie Ihre Aktivitäten im Freien trotzdem genießen.

Vermeiden Sie Hautrötungen
Die einfachste, aber wirksamste Regel gleich zu Anfang: Vermeiden Sie einfach jede Rötung der Haut.

Meiden Sie die Mittagssonne
Gerade die Mittagssonne zwischen 11 und 16 Uhr ist besonders intensiv. Legen Sie Ihre sportlichen Outdoor-Aktivitäten im Sommer außerhalb dieser Zeit.

Halten Sie sich möglichst viel im Schatten auf
Für längere Aufenthalte im Freien sollten Sie sich immer ein schattiges Plätzchen suchen.

Tragen Sie sonnengerechte Kleidung
Eines der wirksamsten Sonnenschutzmittel ist Kleidung. Beim Aufenthalt in der Sonne sollten Sie immer mindestens T-Shirt und Kopfbedeckung tragen. Achten Sie bei spezieller Sonnenschutzkleidung auf die Kennzeichnung: UV-Protection-Factor UPF 30 oder Prüfsiegel „UV-Standard 801“.

Tragen Sie eine Sonnenbrille
Auch Augen brauchen UV-Schutz: die Sonnenbrille. Einen geeigneten UV-Schutz bietet die Kennzeichnung DIN E 836 mit dem Standard „UV-400“. Lassen Sie sich von einem Augenoptiker beraten.

Cremen Sie sich ein
Die Stellen am Körper, die der Sonne ausgesetzt und nicht durch Kleidung bedeckt sind, sollten Sie immer besonders gut eincremen (mindestens mit Lichtschutzfaktor 30).

Benutzen Sie beim Schwimmen und Outdoor-Sport wasserfeste Sonnencreme
Auch und gerade beim Baden und Schwimmen ist es wichtig, sich gut einzucremen – und zwar mit wasserfester Sonnencreme. Cremen Sie sich immer mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad ein.

Umfassende Informationen finden Sie auch hier.

Achten Sie bei allen Aktivitäten im Freien auch auf den UV-Index: www.bfs.de

Ernährung

Ernährung und Bewegung gehören zusammen! Was und vor allem wie viel wir essen und trinken, trägt erheblich dazu bei, dass unser Körper leistungsfähig wird und gesund bleibt.

Durch Sport und Bewegung sowie eine ausgewogene Kost halten Sie Ihren Energiehaushalt im Gleichgewicht und können so Übergewicht vorbeugen oder es reduzieren. Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren für das Entstehen verschiedener Krankheiten. Es entsteht meist durch das Zusammenspiel zweier Faktoren: zu energiereiche, unausgewogene Kostauswahl und zu wenig Bewegung. Je weniger Sie sich bewegen, umso mehr nimmt die Muskelmasse im Körper ab. Da die Muskeln der größte „Energiefresser“ im Körper sind, verbrauchen Sie bei Inaktivität auch weniger Energie (Kalorien) – und Sie setzen somit mehr Fett an.

Wer hingegen einen hohen Anteil an Muskelmasse hat, verbrennt automatisch mehr Kalorien (auch im Ruhezustand). Je höher Ihr sogenannter Grundumsatz ist (abhängig von Alter, Größe und Gewicht) und je aktiver Sie sind, desto größer ist Ihr Gesamtbedarf an Energie – umso mehr müssen und dürfen Sie essen.

Tipps, wie Sie sich gesund ernähren können, finden Sie hier.

ÜBRIGENS: Übergewicht ist ein schwerwiegendes Problem in Deutschland: Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen bringen zu viele Kilos auf die Waage. Übergewicht macht jedoch nicht nur krank, es ist auch ein Risikofaktor für Krebs.

Rauchen

Rauchen vermindert die Fitness, erschwert die Atmung und belastet Herz und Kreislauf.

Tabakrauch enthält eine Vielzahl von Schadstoffen. Diese verursachen weitreichende gesundheitliche Folgeschäden. Zu den wichtigsten zählen Krebserkrankungen, wie Lungenkrebs, sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Erkrankungen der Atemwege.

Raucher haben aufgrund des schlechteren Sauerstofftransports im Blut eine deutlich schwächere Leistungsfähigkeit und spüren dies häufig durch Kurzatmigkeit und eine allgemein verminderte Fitness. Ein Rauchstopp ermöglicht also einen leichteren Einstieg in Sport und Bewegung und macht so leistungsfähiger.

Falls Sie gerade dabei sind, mit dem Rauchen aufzuhören, kann Ihnen Bewegung den Ausstieg erleichtern. Der Grund: Körperliche Aktivität verringert Entzugssymptome und verzögert das Verlangen nach der nächsten Zigarette.

Wenn Sie Raucher sind und sich für das Thema „Nichtraucher werden“ interessieren, finden Sie hier umfassende Informationen.

ÜBRIGENS: Pro Tag sterben in Deutschland etwa 300 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind rund 110.000 Todesfälle jährlich – mehr als durch AIDS, Alkohol, illegale Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Selbstmorde zusammen!

Sport & Alkohol

Mehr als 9,5 Millionen Menschen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren trinken hierzulande Alkohol in riskanter Menge, etwa 1,3 Millionen davon sind alkoholabhängig.

Alkohol raubt dem Körper Energie und Kraft. Übermäßiger Alkoholkonsum ist daher mit Sport nicht vereinbar.

Insbesondere Sport und Alkohol werden in der Werbung häufig miteinander in Verbindung gebracht. Dabei ist es durchaus beabsichtigt, das gesunde Image körperlicher Aktivität mit alkoholischen Produkten zu verknüpfen. Eine Kombination, die jedoch nicht wirklich zusammenpasst.

Alkohol und Sport – das passt nicht zusammen. Die Gründe sind einfach, denn Alkohol...

  • beeinträchtigt die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit. Bei hohem Alkoholkonsum kann diese auch mehrere Stunden danach noch vermindert sein. Dies steigert im schlimmsten Fall die Gefahr von Sportunfällen,
  • hemmt den Muskelaufbau, da der Muskel weniger mit Energie versorgt wird,
  • verlangsamt die Fettverbrennung in der Leber, da diese vorrangig damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen,
  • entzieht dem Körper Wasser. Dadurch werden die Muskelzellen nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt und Schadstoffe verzögert abtransportiert,
  • verringert die Effekte des Trainings, auch wenn dieser erst nach der sportlichen Aktivität getrunken wird.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier.

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