Wie läuft die Therapie bei Darmkrebs ab?

Die Behandlung von Darmkrebs soll die Erkrankung dauerhaft heilen oder den Tumor zumindest „in Schach halten“. Wenn Darmkrebs nicht behandelt wird, breitet er sich aus, streut im Körper Tochtergeschwülste und führt früher oder später zum Tod.

Klassifikation des Tumors

Der Körper eines Menschen besteht aus sehr vielen unterschiedlichen Geweben und Zellen. Dementsprechend unterschiedlich fällt auch das bösartige Wachstum einer Krebsgeschwulst aus. Für die Behandlung ist es wichtig, den genauen „Steckbrief“ der Erkrankung zusammenzustellen.

Dazu gehören die Informationen darüber, zu welchem Zelltyp der Krebs gehört, wie bösartig er ist, wie schnell er wächst, ob er bereits die Organgrenzen überschritten oder sich sogar im Körper ausgebreitet hat.

Es ist sehr wichtig, diese Einzelheiten genau zu kennen. Erst dann lässt sich eine Behandlung zusammenstellen, die für den Patienten und den Verlauf seiner Erkrankung maßgeschneidert ist.

Therapieoptionen

Jede Behandlung soll den Tumor – und wenn Tochtergeschwülste vorliegen, möglichst auch diese – vollständig entfernen oder vernichten, so dass der Betroffene dauerhaft geheilt ist. Eine solche Behandlung heißt kurative Therapie. Lässt sich dieses Ziel nicht erreichen, versucht man, den Tumor möglichst lange zu kontrollieren und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhalten. 

Die Behandlung von Dickdarmkrebs

Bei der Operation werden der Tumor und die ihn umgebenden Lymphknoten möglichst vollständig entfernt. Wenn das gelingt, sind die Heilungsaussichten sehr günstig.

In den meisten Fällen können Tumoren des Dickdarms so entfernt werden, dass der normale Darmausgang beibehalten werdenkann. In bestimmten kritischen Situationen, zum Beispiel bei akutem Darmverschluss oder sehr schlechtem Allgemeinzustand des Patienten, kann es allerdings notwendig sein, dass der Chirurg vorübergehend einen künstlichen Darmausgang (Anus praeter, Stoma) anlegt. Sobald der Gesundheitszustand des Patienten es gestattet, verlagert der Chirurg den künstlichen Ausgang in einer weiteren Operation wieder zurück. 

Es kann sein, dass mit der Operation nicht alle Krebszellen entfernt werden konnten – entweder, weil bereits einige über die Lymph- oder Blutbahn im Körper verstreut sind oder weil sich bereits Tochtergeschwülste in entfernten Organen gebildet haben. Dann wird der Arzt eine ergänzende (adjuvante) Chemotherapie empfehlen.

Die Behandlung von Mastdarmkrebs

Auch bei Krebs des Mastdarms/Enddarms ist es durch modernste Operationstechniken in der Mehrzahl der Fälle möglich, den natürlichen Darmausgang zu erhalten (kontinenzerhaltende Operation, anteriore Rektumresektion). Wird ein Tumor mit Strahlen behandelt (Radiotherapie), sollen diese die Tumorzellen abtöten und den Betroffenen heilen. 

Die Behandlung von Tochtergeschwulsten

Metastasen werden mit Operation, Chemotherapie und bei Bedarf auch Strahlentherapie und lokalen Verfahren behandelt (multimodales Konzept).

Bei manchen Betroffenen findet eine Tumorabsiedlung in die Leber statt. Können diese Lebermetastasen nicht operiert werden, gelingt es in einigen Fällen, sie durch eine Chemotherapie so zu verkleinern, dass eine Operation doch noch möglich wird.

Lindernde (palliativmedizinische) Behandlung

Ist die Erkrankung so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehrheilbar ist, kann die lindernde (palliative) Behandlung für die Betroffenen noch sehr viel tun, damit es ihnen in der ihnen verbleibenden Lebenszeit gut geht.

Eine ganzheitliche palliativmedizinische Betreuung soll körperliche Beschwerden – ganz besonders Schmerzen – lindern, aber ebenso seelische, soziale und geistige Probleme angehen. Hauptziel ist, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen zu verbessern. Dazu gehört auch, dass Angehörige auch nach dem Tod des Betroffenen weiter begleitet werden.

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Darmkrebs: Wie läuft die Therapie ab?

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