„Bewegung gegen Krebs"

Die Deutsche Krebshilfe und der DOSB bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus.

Pressemitteilung – 25.04.2018

Bonn/Frankfurt a. M. – Die Deutsche Krebshilfe und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) haben ihre Kooperation im Rahmen der Initiative „Bewegung gegen Krebs“ bis 2021 verlängert. Dabei stehen künftig auch Themen wie Übungsleiterqualifikation und der Ausbau von Gesundheitssportangeboten in den Vereinen auf der Agenda.

Im Rahmen von „Bewegung gegen Krebs“ machen die Deutsche Krebshilfe, der DOSB und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) seit 2014 auf die enorme Bedeutung von „Sport und Bewegung“ in der Krebsprävention aufmerksam. „Sport und Bewegung als Teil eines gesunden Lebensstils können das Risiko an Krebs zu erkranken wesentlich reduzieren“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Laut Angaben des Robert Koch-Institutes gibt ein Drittel der deutschen Bevölkerung an, auf ausreichende Bewegung zu achten. Doch obwohl der Anteil der sportlich Aktiven in den letzten Jahren signifikant gestiegen ist, erreicht nur etwa jeder Fünfte die von der WHO empfohlene wöchentliche Mindestzeit von zweieinhalb Stunden gemäßigter Bewegung.

Daher haben die Deutsche Krebshilfe und der DOSB beschlossen, ihre seit einigen Jahren bestehende Kooperation fortzuführen und auch weiter auszubauen. In den kommenden Jahren werden neben den kommunikativen Aspekten verstärkt auch inhaltliche und strukturelle Schwerpunkte gesetzt. „Wir wollen nicht nur die Menschen über die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung informieren, sondern auch die gesundheitsfördernden Angebote in Sport-deutschland weiter ausbauen“, sagt DOSB-Vorstandsmitglied für Sportentwicklung Karin Fehres. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Deutsche Krebshilfe und wir die Kooperation gemeinsam weiterentwickeln konnten.“ Im Fokus stehen dabei sowohl die Breiten- und Präventionssportangebote als auch die Rehabilitationssportangebote in den Vereinen – gezielt für Krebspatienten. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) wird bei-spielsweise das Thema der Qualifizierung von Rehasportübungsleitern/innen aufgegriffen.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Und die Tendenz ist steigend – nicht zuletzt, weil die Menschen immer älter werden und Krebs in hohem Maße auch eine Erkrankung des Alters ist. Dadurch wird der Bedarf an Rehabilitationssportgruppen künftig steigen mit der Folge, dass auch vermehrt Übungsleiter/innen für die Anleitung und Betreuung der Rehabilitati-onssportgruppen qualifiziert werden müssen. Daher werden in Zusammenarbeit mit dem DBS über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren die Qualifizierungen für den Bereich Onkologie neu aufgestellt. „Wir freuen uns, mit der Übernahme des Teilprojektes „Qualifizierungsmöglichkeiten Rehabilitationssport Onkologie“ noch intensiver in das Gesamtprojekt „Bewegung gegen Krebs“ eingebunden zu sein. Damit ergibt sich die Möglichkeit, in der Aus- und Fortbildung das Thema Onkologie im Rehabilitationssport in den Fokus zu rücken und weiter zu verankern, um einheitliche Qualifizierungsmaßnahmen für Übungsleiter/innen zu schaffen und zusammen mit dem DOSB eine gemeinsame und einheitliche Ausrichtung zu bewirken“, so Vera Jaron, Vizepräsidentin Bildung/Lehre und leitende Ärztin Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport des DBS.

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