Deutsche Krebshilfe baut Netzwerk der Spitzenmedizin weiter aus
Weitere 35,4 Millionen Euro für Comprehensive Cancer Center

Hintergrund
Im Jahr 2007 richtete die Deutsche Krebshilfe ihr Programm zur Förderung und Initiierung von 'Onkologischen Spitzenzentren' in Deutschland ein, mit dem Ziel einer flächendeckenden Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau und nach aktuellem onkologischem Wissensstand. Als Vorbild dienten die "Comprehensive Cancer Center" in den USA. Eine internationale Gutachterkommission ermittelt, ob die Zentren die an sie gestellten Vorgaben erfüllen: Versorgungsstrukturen und -abläufe weiterzuentwickeln, mit umliegenden Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten, insbesondere onkologischen Schwerpunktpraxen, eng zu kooperieren sowie die Krebsmedizin durch innovative onkologische Forschung voranzubringen. Nach dem Verständnis der Deutschen Krebshilfe sollen die in den CCCs erzielten Fortschritte bundesweit allen onkologischen Versorgungseinrichtungen – wie den von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten 'Klinischen Onkologischen Zentren' und 'Organkrebszentren' – zugänglich gemacht werden, so dass alle Krebspatientinnen und -patienten rasch von diesen profitieren. Das CCC-Programm der Deutschen Krebshilfe findet in der internationalen onkologischen Community allerhöchste Beachtung.
Aktuell fördert die Deutsche Krebshilfe 14 Spitzenzentren, darunter zehn CCC-Konsortien, an folgenden 29 universitären Standorten:
- Berlin
- Dresden
- Freiburg
- Mainz
- Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf
- Essen/Münster
- Frankfurt/Marburg
- Göttingen/Hannover
- Hamburg/Kiel/Lübeck
- Heidelberg/Mannheim
- Leipzig/Jena
- München (Ludwig-Maximilians-Universität/Technische Universität)
- Tübingen-Stuttgart/Ulm
- Würzburg/Erlangen/Regensburg/Augsburg
Insgesamt hat die gemeinnützige Organisation seit dem Jahr 2007 für das Programm rund 250 Millionen Euro aus den ihr von der Bevölkerung anvertrauten Spendengeldern bereitgestellt. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Onkologischen Spitzenzentren jeweils über einen Zeitraum von vier Jahren. Anschließend müssen sie sich erneut bewerben und werden von einem internationalen Panel einer eingehenden Begutachtung unterzogen.
Weitere Informationen unter www.krebshilfe.de/onkologische-spitzenzentren