„Ich freue mich jeden Tag, dass ich lebe!“
Tatjana Loose ist 53 Jahre alt, lebensfroh und voller Pläne, als sie eine Diagnose erhält, die ihr den Boden unter den Füßen wegzieht: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Erst vor wenigen Monaten hat sie ihren Vater verloren. Jetzt muss sie sich plötzlich selbst fragen, wie viel Zeit ihr noch bleibt und was die Erkrankung für ihre Zukunft bedeutet.
Doch Tatjana gibt nicht auf. Getragen von der Fürsorge ihrer Familie und des medizinischen Personals übersteht sie Operation, Chemotherapie und Bestrahlungen. Die Belastungen für Körper und Psyche sind enorm – aber sie überlebt!
Seit nunmehr elf Jahren genießt sie jeden Tag. Statistisch gesehen ist sie jedoch eine Ausnahme.

Mit Mut nach vorne schauen
Die Krebsdiagnose trifft Tatjana wie ein Schlag. Die erste Frage der damals 53-Jährigen: „Kann mir die Medizin noch helfen?“ Bauchspeicheldrüsenkrebs, auch Pankreaskarzinom genannt, ist eine der gefährlichsten Krebsarten. Nur elf Prozent der Betroffenen überleben die Erkrankung länger als fünf Jahre. Trotz moderner Medizin sind die therapeutischen Möglichkeiten noch immer sehr begrenzt. Tatjana hat Glück: ihr Karzinom kann operiert werden. Um die letzten bösartigen Zellen zu vernichten, folgt eine Chemotherapie. Doch dann der nächste Schock: Metastasen in der Leber. Diesmal helfen Bestrahlungen. Die Krankheit und die vielen Behandlungen hinterlassen körperliche Spuren bei Tatjana. Bücken, einkaufen, essen – alles fällt schwerer.
Trotz allem, was hinter ihr liegt, hat Tatjana sich eines bewahrt: den Mut, nach vorn zu schauen und das Leben bewusst zu genießen!
Vertraut der Medizin und der Forschung! Fragt, was möglich ist, holt Euch Rückhalt in Selbsthilfegruppen und gebt die Hoffnung auf den Fortschritt nicht auf!
Tatjana Loose
gibt Mut und Hoffnung an andere Betroffene weiter

gibt Mut und Hoffnung an andere Betroffene weiter
Forschungsallianz gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs
Nach wie vor steht die Medizin bei Bauchspeicheldrüsenkrebs vor enormen Herausforderungen, die Behandlungsmöglichkeiten sind meist schlecht. Unter allen Krebsarten ist er die vierthäufigste Krebstodesursache.
Das Pankreaskarzinom zählt zu den besonders aggressiven und tödlichen Krebsarten und wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Umso wichtiger sind Forschung und neue Therapieansätze, die Betroffenen bessere Perspektiven eröffnen.
Um das grundlegend zu verändern, hat die Deutsche Krebshilfe eine Forschungs-Allianz ins Leben gerufen. Mit mehr als 30 Millionen Euro fördert sie die Bildung von sogenannten „Forschungsverbünden“. Darin arbeiten die renommiertesten Expertinnen und Experten über Fach- und Ländergrenzen hinweg daran, den Bauchspeicheldrüsenkrebs besser zu verstehen, und neue, wirksamere Therapien zu entwickeln.
Ohne Spenden wäre das nicht möglich. Nur mit Ihrer Unterstützung gelingt es, die Krebsforschung weiter voranzubringen und bessere Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene zu entwickeln.
Vielen Dank für Ihre Spende!
„Nur durch gemeinsame intensive Forschung können wir dem Krebs seinen Schrecken nehmen. Die Deutsche Allianz Pankreaskarzinom ist das Paradebeispiel für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die das Leben der Erkrankten nachhaltig verbessern kann. Dafür danke ich der Deutschen Krebshilfe sowie all ihren Spenderinnen und Spendern.“
Prof. Dr. Thomas Seufferlein
Vorsitzender des Beirats der Deutschen Krebshilfe

Die drei Forschungsverbünde im Überblick
Mit der „Deutschen Allianz Pankreaskarzinom“ wollen wir die renommiertesten Forscherinnen und Forscher auf dem Feld der Pankreaskarzinomforschung zusammenbringen. Gemeinsam arbeiten sie daran, Bachspeicheldrüsenkrebs besser zu verstehen und daraus neue Therapiekonzepte zu entwickeln. Moderne Technologien wie künstliche Intelligenz sollen helfen, das Pankreaskarzinom besser zu erkennen. Damit sollen Therapien in Zukunft individueller werden und deutlich bessere Ergebnisse erzielen.
1. Verbund: Tumorumgebung von Bauchspeicheldrüsenkrebs verstehen und behandeln
Die Forschenden des ersten Forschungsverbunds möchten die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs verbessern. Dabei wollen sie zwei große Herausforderungen angehen: Zum einen unterscheidet sich der Krebs von Patient zu Patient stark. Zum anderen ist der Tumor von einer dichten Schicht aus verschiedenen Zellen und Gewebe umgeben, die den Tumor vor Medikamenten schützen.
Deshalb untersuchen die Forschenden zunächst die Schwachstellen der Krebszellen. Diese sollen als Angriffspunkte für das körpereigene Immunsystem dienen, das die Krebszellen erkennt und zerstört.
Langfristiges Ziel ist die Entwicklung neuer, besonders wirksamer Immuntherapien. Diese sollen nicht nur die Krebszellen selbst bekämpfen, sondern auch die Tumorumgebung beeinflussen, die das Wachstum des Krebses unterstützt.
2. Verbund: Mit Erfahrungen von Betroffenen Bauchspeicheldrüsenkrebs besser verstehen
Im zweiten Verbund entwickeln Forschende eine digitale Plattform, die dabei helfen soll, die Behandlung von Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zu verbessern.
Auf dieser Plattform werden wichtige Informationen gesammelt: Wie geht es den Betroffenen im Alltag? Welche Eigenschaften hat ihr Tumor? Wie gut wirken einzelne Behandlungen?
Mithilfe dieser Daten wollen die Forschenden herausfinden, welche Therapien für welche Patientinnen und Patienten besonders hilfreich sind.
Langfristig soll dieses Wissen dazu beitragen, Behandlungen stärker auf die individuelle Erkrankung jedes einzelnen Menschen abzustimmen.
Dabei werden Betroffene und Patientenvertretungen von Anfang an eingebunden. So soll sichergestellt werden, dass die entwickelten Lösungen den Bedürfnissen von Menschen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs entsprechen.
3. Verbund: Mit KI neue Wirkstoffe gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickeln
Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist der Tumor oft von dichtem Gewebe umgeben. Diese natürliche Barriere erschwert es vielen Medikamenten, den Tumor zu erreichen und ihre Wirkung zu entfalten.
Im dritten Verbund nutzen Forschende Künstliche Intelligenz, um neue, besonders kleine Eiweiße zu entwickeln. Diese sollen die Schutzbarriere des Tumors besser durchdringen können und Wirkstoffe gezielt zum Krebs transportieren.
Ziel des Projekts ist es, neue und wirksamere Therapien gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs zu ermöglichen.



