Killerzellen: Doppelt hält besser

Das Immunsystem kann zwei verschiedene Klassen von Killerzellen aussenden, um einen Tumor anzugreifen. Heidelberger Wissenschaftler wollen beide Typen in einer einzigen Therapie vereinen.

Projekt-Titel

Stärkung der Natürlichen Killerzell Rezeptor-vermittelten anti-Tumor Aktivität Tumor-reaktiver CD8+ T-Zellen zur Immuntherapie von Krebs

Worum geht es?

Ein wichtiges Werkzeug des Immunsystems sind die sogenannten Killerzellen. Diese erkennen bestimmte Moleküle auf der Oberfläche entarteter Zellen und töten diese ab. Wissenschaftler unterscheiden zwischen zwei Arten von Killerzellen: natürliche Killerzellen und zytotoxische T-Zellen. Beide Zelltypen besitzen ähnliche Mechanismen, um Krebszellen zu zerstören, erkennen aber vollkommen unterschiedliche Moleküle auf deren Oberfläche. Im klinischen Alltag ist das ein Problem: Tumorzellen, die von natürlichen Killerzellen erkannt werden, entkommen einer Therapie mit zytotoxischen T-Zellen und umgekehrt. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums wollen beide Eigenschaften vereinen: Ihr Ziel ist es, Immunzellen zu generieren, die beide Arten von Oberflächenmolekülen auf Krebszellen erkennen. So könnte zukünftig das gesamte Spektrum der Immunantwort gegen Tumoren in einer einzigen Therapie genutzt werden.

Förderzeitraum

2016 - 2019

Fördersumme

200.100 €

Projektleitung

PD Dr. Adelheid Cerwenka

Standort

Boveri-Nachwuchsgruppe 'Angeborene Immunität', Deutsches Krebsforschungszentrum

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