Die Tarnung von Krebszellen auffliegen lassen

Oft sind Krebszellen für das Immunsystem unsichtbar und verstecken sich unter einer molekularen Tarnkappe. Diese kann jedoch mit Hilfe mit Medikamenten gelüftet werden. Forscher aus Langen wollen diese Methode optimieren

Projekt-Titel

In vivo Erzeugung von CD19-reaktiven CAR T-Zellen

Worum geht es?

In vielen Fällen sind Krebszellen so gut getarnt, dass sie fast nicht von den Zellen des Immunsystems erkannt werden. Hier kommt die CAR-Therapie ins Spiel: Während einer CAR-Therapie werden den Patienten T-Zellen entnommen und mit künstlichen Sensoren – den sogenannten Chimären Antigen Rezeptoren (CAR) – ausgestattet, die sich nicht vom Tumor täuschen lassen. Werden die so gestärkten T-Zellen wieder dem Patienten injiziert, fliegt die Tarnung der Krebszellen auf. Die Forscher aus Langen wollen diese bisher sehr aufwendige und kostenintensive Methode nun vereinfachen: Sie wollen die T-Zellen direkt im Körper des Patienten mit den künstlichen Rezeptoren ausstatten. Mithilfe eines umgebauten Virus, das als Gen-Taxi fungiert, bringen sie die genetischen Baupläne für die Rezeptoren direkt zu den T-Zellen. Die Forscher hoffen, dass die CAR-Therapie so von einer individualisierten Therapie mit einem komplexen und kostenintensiven Herstellungsprozess zu einem leicht und universell anwendbaren Arzneimittel wird.

Förderzeitraum

2017 - 2020

Fördersumme

267.719 €

Projektleitung

Professor Dr. Christian J. Buchholz

Standort

Fachgebiet Molekulare Biotechnologie und Gentherapie, Paul-Ehrlich-Institut

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