Hodgkin-Lymphom: Warum spricht die Therapie nicht an?

Das Hodgkin-Lymphom ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems und eine der häufigsten Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen. Obwohl fast alle Betroffenen die ersten fünf Jahre nach der Diagnose überleben, gibt es immer noch Patienten, die nicht auf die Chemotherapie ansprechen und an der Krankheit versterben. Warum sprechen viele der Patienten gut auf die Therapie an, während bei einer kleinen Gruppe die Behandlung nicht hilft? Bis heute ist dies unklar.

Projekt-Titel

Identifikation distinkter pathogenetischer Merkmale pädiatrischer Hodgkin Lymphome mit primär erhöhter Chemotherapie-Resistenz

Worum geht es?

Wissenschaftler der Universitätskliniken in Gießen, Marburg und Halle (Saale) wollen nun gemeinsam der Sache auf den Grund gehen. Sie vermuten, dass das schlechte Ansprechen einiger Patienten auf die Chemotherapie darauf zurückzuführen ist, dass die Hodgkin-Lymphome bei ihnen auf eine andere Art und Weise entstehen. Ziel der Forscher ist es, herauszufinden, wie sich diese Tumoren von denen mit gutem Therapieverlauf unterscheiden. Sie wollen klären, ob in den Tumorzellen andere Eiweißmoleküle zu finden sind, ob die entarteten Zellen von unterschiedlichen Ursprungszellen abstammen und ob verschiedene Genveränderungen in den Tumorzellen vorliegen.

Die Ergebnisse des Projektes legen einen wichtigen Grundstein dafür, Patienten mit einer schlechten Prognose in Zukunft noch früher als bisher erkennen und zielgenauer behandeln zu können.

Förderzeitraum

2015 - 2018

Projektleitung

Professor Dr. Andreas Bräuninger

Standort

Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen

Broschüren und Ratgeber zum Thema Lymphome

Patientenleitlinie Hodgkin Lymphom

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