Signalweg bei Hirntumoren hemmen
In einem Verbundprojekt suchen Wissenschaftler nach neuen Therapieansätzen für Kinder mit seltenen Hirntumoren.
Projekt-Titel
Nutzung von Multi-omics zur Verbesserung der Stratifizierung und Behandlung von Tumoren des Plexus choroideus
Worum geht es?
Die Prognose von Kindern mit seltenen Hirntumoren hängt stark vom Subtyp ihrer Erkrankung ab, während zielgerichtete Medikamente oft fehlen. Forschende der Universität Heidelberg, des Universitätsklinikums Münster und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wollen daher neue Behandlungswege für diese Kinder erforschen. Im Fokus des Projekts steht der sogenannte WNT-Signalweg, der die Hirnentwicklung steuert. Es gibt Hinweise, dass dieser Signalweg bei einigen Kindern dauerhaft aktiviert bleibt und so das Tumorwachstum antreibt. Die Forschenden untersuchen, ob dieser Wachstumsweg ein möglicher Ansatz für Therapien ist. Dafür testen sie bereits verfügbare sogenannte WNT-Hemmstoffe in speziellen 3D-Tumormodellen. Zudem sucht die Forschergruppe nach molekularen Mustern bei erkrankten Kindern. Sie prüft in einer großen Patientengruppe, ob diese Muster individuelle Hinweise auf den Krankheitsverlauf und die optimale Behandlungsmethode geben können.
Förderzeitraum
2026 - 2029
Fördersumme
1.055.000 €
Projektleitung
Dr. Annarita Patrizi
Standorte
- Universität Heidelberg
- Universitätsklinikum Münster
- Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf