Wann wirkt eine Immunchemotherapie?

Münchener Mediziner untersuchen in einer Studie die Therapieresistenz von Patienten mit Adenokarzinomen.

Projekt-Titel

Evolutionsdynamiken, Tumorplastizität und Immunzelldynamiken unter Immunchemotherapie und ihre Auswirkungen auf die Therapieresistenz bei Adenokarzinomen des Magens und der Speiseröhre

Worum geht es?

Gastroösophageale Adenokarzinome sind bösartige Tumoren am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Bei einigen Patienten mit diesen sogenannten AEG-Tumoren wirken Immunchemotherapien und bei anderen nicht – den Grund dafür will eine Max-Eder-Nachwuchsgruppe um die Medizinerin Dr. Melissa Barroux am TUM Klinikum Rechts der Isar herausfinden. Das Projekt begleitet 40 Patienten engmaschig bei ihrer Behandlung. Zu mehreren Zeitpunkten werden Blutproben und Tumorproben entnommen und untersucht. Die Münchner Wissenschaftler analysieren so zum Beispiel genetische Veränderungen und Proteinmuster des Tumors. So verfolgen sie, wie der Tumor sich unter der Therapie anpasst – ob er von Anfang an resistent ist oder sich die Resistenz erst im Verlauf entwickelt. Die Forschenden hoffen, Muster zu erkennen und damit besser vorhersagen zu können, welche Patienten auf welche Therapie ansprechen. Mit diesem Wissen können Behandlungen zukünftig gezielter ausgewählt und unnötige Belastungen vermieden werden.

Förderzeitraum

2026 - 2030

Fördersumme

799.825 €

Projektleitung

Dr. Melissa Barroux

Standort

Technische Universität München