Therapien mit Mini-Tumoren testen

Krebsforschende an der Charité – Universitätsmedizin Berlin untersuchen, wie die Behandlung von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich verbessert werden kann.

Projekt-Titel

Patientenabgeleitete Organoide zur Testung der Strahlensensibilität und Identifizierung strahlensensibilisierender Wirkstoffe bei Tumoren im Kopf-Hals Bereich

Worum geht es?

Trotz intensiver Bestrahlung und Chemotherapie erleiden viele Patienten mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich nach der Behandlung einen Rückfall. Zudem leiden sie häufig an den Folgen der hoch dosierten Therapie. Für die behandelnden Mediziner ist es eine Gratwanderung, herauszufinden, wie hoch sie Bestrahlung und medikamentöse Therapie dosieren müssen, um den Tumor zu zerstören und gleichzeitig den Patienten so wenig wie möglich mit den teils schwerwiegenden Nebenwirkungen der Behandlung zu belasten. Berliner Wissenschaftler wollen bei Patienten schon vor Therapiebeginn einschätzen können, wie empfindlich Tumor und Patient auf die Bestrahlung reagieren. Dafür entnehmen sie Gewebeproben aus dem Tumor und züchten im Labor daraus Mini-Tumoren, sogenannte Organoide. Diese behalten die Eigenschaften des echten Tumors. Die Forschenden planen, an ihnen verschiedene Bestrahlungsverfahren und Medikamente zu testen, um so für jeden Patienten das individuell beste Behandlungsschema zu ermitteln.

Förderzeitraum

2025 - 2028

Fördersumme

356.725 €

Projektleitung

Professorin Dr. Ingeborg Tinhofer-Keilholz

Standort

Charité - Universitätsmedizin Berlin