Krebsvorsorge mit künstlicher Intelligenz

Wissenschaftler wollen Krebs bei Patientinnen und Patienten mit einer Erbkrankheit mit künstlicher Intelligenz verhindern.

Projekt-Titel

Auf künstlicher Intelligenz basierte Detektion und Größenmessung von Adenomen im oberen Gastrointestinaltrakt bei FAP-Patientinnen und -Patienten

Worum geht es?

Polypen sind Ausstülpungen der Schleimhaut, die im Magen-Darm-Trakt, in der Nase oder der Gebärmutter entstehen können. Sie sind in vielen Fällen gutartig, allerdings können sie auch bösartige Wucherungen bilden. So entwickeln sich beispielsweise 90 Prozent aller Darmtumoren aus Polypen. Die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) ist eine vererbbare Krankheit, bei der sich hunderte von Polypen im Dickdarm bilden – und das von Kindesalter an. Alle FAP-Patienten erkranken im Laufe ihres Lebens an Dickdarmkrebs. Bei vielen Betroffenen wachsen allerdings auch Polypen im Dünndarm oder im Magen. Damit aus diesen Polypen keine Krebserkrankungen entstehen, müssen sie ab einer bestimmten Größe entfernt werden. Die Suche nach Polypen sowie die genaue Bestimmung ihrer Größe und Wachstumsgeschwindigkeit ist in diesen Organen allerdings häufig schwierig. Wissenschaftler in Würzburg wollen daher in Kooperation mit der Uniklinik Heidelberg eine künstliche Intelligenz entwickeln, die die Entdeckung und Vermessung von Polypen erleichtert. Dadurch könnten Ärzte bei FAP-Patientinnen und -Patienten Krebserkrankungen in Dünndarm und Magen besser vorbeugen.

Förderzeitraum

2025 - 2028

Fördersumme

478.464 €

Projektleitung

  • Professor Dr. Alexander Hann
  • Professor Dr. Ronald Koschny

Standort

  • Universitätsklinikum Würzburg
  • Universitätsklinikum Heidelberg