Nebenwirkungen mit Musik lindern
Wissenschaftler in Leipzig wollen mit einer Musiktherapie chronische Fatigue bei Krebspatienten behandeln.
Projekt-Titel
Pilotstudie zur Wirkung von musikgestütztem Aufmerksamkeitstraining auf Fatigue, Aufmerksamkeit und neurophysiologische Prozesse bei Krebspatienten nach zellulärer Therapie
Worum geht es?
Eine häufige Nebenwirkung von sogenannten zellulären Therapien wie Stammzelltransplantationen und CAR-T-Zell-Therapien ist eine chronische Fatigue. Dabei handelt es sich um eine geistige und körperliche Erschöpfung, die auch nach ausreichend Schlaf nicht verschwindet und teilweise über viele Jahre anhält. Die Fatigue tritt bei etwa einem Drittel der behandelten Patienten auf und ist bisher nur schwer therapierbar. Ein Forscherteam in Leipzig möchte eine spezielle Musiktherapie einsetzen, um die Symptome der Betroffenen zu lindern. In einem musikgestützten Aufmerksamkeitstraining kommen die Studienteilnehmenden zwei Mal pro Woche für Rhythmus- und Konzentrationsübungen zusammen. Die Auswirkungen der Therapie auf das Gehirn messen die Wissenschaftler durch verschiedene Bildgebungstechniken wie MRT (Magnetresonanztomographie) und EEG (Elektroenzephalographie). Das Ziel der Studie ist eine langfristige Verbesserung der Lebensqualität von Krebspatienten nach einer zellulären Therapie.
Förderzeitraum
2024 - 2027
Fördersumme
645.660 €
Projektleitung
Professor Dr. Uwe Platzbecker
Standort
Universitätsklinikum Leipzig