HIV-positive Krebspatienten behandeln

Mediziner an den Universitätskliniken Köln und Essen wollen die Therapie für Krebspatienten verbessern, die mit HIV infiziert sind.

Projekt-Titel

Prospektive, multizentrische Phase II-Studie mit BrECADD bei HIV-positiven Patient*innen mit fortgeschrittenem Hodgkin Lymphom

Worum geht es?

Eine Infektion mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) erhöht die Wahrscheinlichkeit für einige Krebsarten wie das fortgeschrittene Hodgkin-Lymphom. Patienten mit HIV, die am Hodgkin-Lymphom erkranken, werden standardmäßig mit schwächeren Chemotherapien behandelt als HIV-negative Patienten. Sie erhalten dafür insgesamt mehr Chemotherapie-Zyklen. Trotzdem sind ihre Heilungsraten vergleichsweise niedrig: Nur durchschnittlich drei von vier Patienten sind fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben. Demgegenüber überleben fast 99 Prozent der HIV-negativen Hodgkin-Lymphom-Patienten diesen Zeitraum. Dank moderner HIV-Therapien ist heutzutage auch bei HIV-positiven Patienten grundsätzlich eine intensive Chemotherapie möglich. Bisher gibt es jedoch noch keine umfassenden klinischen Studien zu den Wechselwirkungen der HIV-Behandlung mit einer intensiven Chemotherapie. Ein Forscherteam in Köln will im Rahmen einer Studie HIV-positiven Patienten, die an einem fortgeschrittenen Hodgkin-Lymphom erkrankt sind, die gleiche Chemotherapie verabreichen wie HIV-negativen Patienten. Das Ziel ist es, die Therapie für diese Patienten an die Standardtherapie für HIV-negative Patienten anzupassen und so ihre Heilungsraten zu verbessern.

Förderzeitraum

2024 - 2029

Fördersumme

1.249.878 €

Projektleitung

  • Professor Dr. Peter Borchmann
  • Professor Dr. Bastian von Tresckow

Standorte

  • Universitätsklinikum Köln
  • Universitätsklinikum Essen