Bauchspeicheldrüsenkrebs: Genetische Grundlagen verstehen
Ein Forscherteam in Ulm untersucht eine Genmutation beim Pankreaskarzinom, die für einen besonders schweren Krankheitsverlauf verantwortlich sein könnte.
Projekt-Titel
Das Tumor-Mikromilieu von Bauchspeicheldrüsenkrebs mit einer homologen Rekombinations-Defizienz
Worum geht es?
Das sogenannte duktale Adenokarzinom ist die häufigste und eine besonders aggressive Form des Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es zeichnet sich durch eine oft späte Diagnose und eine hohe Resistenz gegenüber Chemotherapien aus. In 20 Prozent der duktalen Adenokarzinome liegt eine Mutation des sogenannten ATM-Gens vor. Eine wichtige Aufgabe dieses Gens ist es, Schäden in der DNA zu reparieren. Der Ausfall dieses Gens beschleunigt die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und die Ausbreitung von Metastasen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Universitätsklinikum Ulm wollen nun im Detail untersuchen, wie das ATM-Gen mit der Entstehung des duktalen Adenokarzinoms zusammenhängt. Damit leistet das Forscherteam wichtige Vorarbeiten für die Entwicklung neuer Therapieansätze für diese Krebserkrankung.
Förderzeitraum
2023 - 2026
Fördersumme
317.253 €
Projektleitung
Professor Dr. Alexander Kleger
Standort
Universitätsklinikum Ulm