Krebs und Armut

Soziale Ungleichheiten und soziale sowie finanzielle Folgen bei Krebserkrankungen

Förderungsschwerpunktprogramm 'Krebs und Armut: Soziale Ungleichheiten und soziale sowie finanzielle Folgen bei Krebserkrankungen' (Symbolbild)

Sozioökonomische Unterschiede sowie soziale und finanzielle Folgen

In Deutschland fehlt es an wissenschaftlichen Studien, die die Auswirkungen von sozialen Ungleichheiten sowie die sozialen und finanziellen Folgen von Krebserkrankungen systematisch erforschen. Derartige Studien könnten dazu beitragen, soziale Ungleichheiten in der onkologischen Versorgung zu vermeiden und Unterstützungsangebote für Betroffene bedarfs- und bedürfnisorientiert zur Verfügung stellen zu können.

Im Rahmen des Förderschwerpunktprogrammes sollen systematische Analysen zu folgenden Themenfeldern erfolgen:

1) Inwiefern bestehen sozioökonomische Unterschiede (u. a. Bildung, Beruf, Einkommen) in der Gesundheitsversorgung von Krebserkrankten, wie sind sie zu erklären und wie können sie vermieden werden?

2) Wie sind Krebserkrankungen mit sozialen und finanziellen Folgen für Krebserkrankte verbunden, insbesondere für Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status? Inwiefern tragen die Folgen zur Vergrößerung sozialer Ungleichheiten bei und wie können die beschriebenen Folgen vermieden werden?
 

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Die Projekte im Überblick

Universität zu Köln, Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft sowie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinische Soziologie

Titel: "Soziale Ungleichheiten im Versorgungsverlauf bei Brustkrebs: Eine Mixed-Methods-Studie zu Inanspruchnahme, Versorgungsqualität und Versorgungserleben (SoVer)".

Förderzeitraum: 2026 – 2028

Mittelbereitstellung insgesamt: € 496.185,--

 

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie

Titel: "Soziale Ungleichheit in der onkologischen Versorgung und ihre sozialen und finanziellen Folgen (SOFIE)".

Förderzeitraum: 2026 – 2028

Mittelbereitstellung insgesamt: € 308.828,--

 

Nationales Centrum für Tumorerkrankungen, Abteilung Medizinische Onkologie, Heidelberg, Technische Universität Dresden, Institut für Soziologie, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Arbeitsgruppe Cancer Survivorship, Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement,

Titel: "Repräsentative Längsschnittstudie zur Identifikation und Entlastung finanziell belasteter Risikogruppen infolge einer Krebserkrankung (RELIEF)".

Förderzeitraum: 2026 – 2028

Mittelbereitstellung insgesamt: € 763.398,-- 

 

Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Gesundheit, Institut für Allgemeinmedizin und Ambulante Gesundheitsversorgung, Hochschule RheinMain, Fachbereich Sozialwesen, Wiesbaden, Institut für Finanzdienstleistungen e.V., Hamburg, Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten, Fakultät Soziales und Gesundheit

Titel: "Handlungsansätze zur Prävention von finanzieller Toxizität bei Krebserkrankung in Deutschland (APRETOX)".

Förderzeitraum: 2026 – 2028

Mittelbereitstellung insgesamt: € 830.000,-

 

Technische Universität München, Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften, Lehrstuhl für Soziale Determinanten der Gesundheit, Klinikum rechts der Isar, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin

Titel: "Finanzielle Belastungen bei Eltern krebskranker Kinder: Eine partizipative Mixed-Methods-Studie (FiBel)".

Förderzeitraum: 2026 – 2028

Mittelbereitstellung insgesamt: € 367.610,--

 

Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, Abteilung Prävention und Evaluation, Bremen, Abteilung Klinische Epidemiologie, Bremen

Titel: "Soziale Ungleichheit in der Krebsversorgung. Eine Mixed-Methods-Studie basierend auf Primär- und Sekundärdaten (DICCS)".

Förderzeitraum: 2026 – 2028

Mittelbereitstellung insgesamt:  € 349.719,--