Deutsche Krebshilfe: Helfen, Forschen, Informieren

Aufklärungskampagne „Rosi hat Schwein gehabt“

Mit einer außergewöhnlichen Kampagne informiert die Deutsche Krebshilfe insbesondere junge Menschen über die krebserregende UV-Strahlung in Solarien. Im Internet konnte ein vermeintliches Experiment beobachtet werden, bei dem ein Schwein im Labor mit UV-Strahlen verbrannt wird. Doch der Laborversuch war nur gespielt, dem Schwein geht es gut.

Dennoch hat die Kampagne einen ernsten Hintergrund:
Jedes Sonnenbad und jeder Solarienbesuch brennen sich dauerhaft in die empfindliche Haut Jugendlicher und junger Erwachsener ein – und erhöhen das Risiko, im Laufe des Lebens an Hautkrebs zu erkranken. Ein gebräunter Teint ist dieses Risiko nicht wert! Der unnatürliche „Solarien-Look“ ist out. Ein natürlicher Teint ist angesagt.

Aktuelle Studien belegen, dass der Zusammenhang zwischen künstlichem Besonnen und Krebsentstehung noch viel dramatischer ist als bislang angenommen: Wer bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig Solarien nutzt, verdoppelt sein Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken. Selbst die inzwischen reduzierte, maximale Bestrahlungsstärke der Geräte entspricht immer noch der höchsten UV-Intensität, die auf der Erde gemessen werden kann: mittags bei wolkenlosem Himmel am Äquator.

Seit 2009 ist es Minderjährigen daher per Gesetz verboten, Solarien zu nutzen. Diese gesetzliche Regelung ist maßgeblich der langjährigen und intensiven Lobby- und Aufklärungsarbeit der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) zu verdanken.

Doch trotz des Verbots nutzen Jugendliche weiterhin Solarien in öffentlich zugänglichen Räumen und Sonnenstudios, wie die SUN STUDY 2012 belegt. Daher hat die Deutsche Krebshilfe eine provozierende Aufklärungskampagne durchgeführt: Deutsche lieben Tiere. Oft haben sie mit ihnen mehr Mitleid als mit den eigenen Artgenossen.

Dem Schwein geht es gut!

(Bild urheberrechtlich geschützt)

Übrigens: Rosi heißt eigentlich Smarty und hat bereits in vielen Filmen und Werbespots mitgespielt. Sonnenbrand und Wunden sind das Werk professioneller Maskenbildnerinnen, die Forscher im wirklichen Leben Schauspieler, die UV-Strahlen blaues Licht und das Forschungslabor ein Filmkrankenhaus in Berlin. Innerhalb von knapp zwei Tagen wurden Filme und Fotos erstellt, die auf der Forscher-Webseite einen Versuchsverlauf von acht Tagen simulieren, auch die auf der Webseite veröffentlichten Vitalparameter scheinen einem realen Versuchsverlauf zu entsprechen. In enger Zusammenarbeit mit einem Veterinärmediziner wurde während der Filmarbeiten der Gesundheitszustand des Filmschweins am Set permanent überprüft.

Das App zum Download und mehr

Passend zur aktuellen Kampagne bietet die Deutsche Krebshilfe eine Mobile Application zur Kampagne, die „App in den Schatten“. Hier kann jeder seine Freunde mit dem Smartphone im Zeitraffer altern lassen und die sichtbaren Folgen übermäßiger UV-Strahlen erleben. Den Download der App sowie alle weiteren Informationen gibt es hier.

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