Deutsche Krebshilfe: Helfen, Forschen, Informieren

Hautkrebs

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 234.000 Menschen neu an Hautkrebs (GEKID, 2013), davon mindestens 206.000 an weißem Basalzell- oder Stachelzellkrebs. An dem besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) erkranken jährlich 28.000 Menschen neu in Deutschland; rund 3.000 sterben pro Jahr am Malignen Melanom.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Neuerkrankungen drastisch zugenommen. Laut Expertenmeinung befinden sich jährlich derzeit über 875.000 Patienten aufgrund einer Hautkrebserkrankung in Behandlung (Primärerkrankung, Rezidive, Mehrfachtumore). Diese alarmierenden Zahlen gelten als Folge des weit verbreiteten Wunsches nach Bräune um jeden Preis. Wissenschaftliche Untersuchungen haben eindeutig gezeigt, dass bei der Melanomentstehung die UV-Strahlung eine besondere Bedeutung zukommt. Übermäßige Sonnenbestrahlung ist der Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs.

Informationen zu den Hautkrebsarten:
Bei zwei Hautkrebsarten, dem Basalzell- und dem Stachelzellkarzinom, wird die krebserregende Wirkung der UV-Strahlung dadurch deutlich, dass sie vornehmlich in den Körperregionen entstehen, die dem Licht ausgesetzt sind. Die so genannten malignen Melanome, eine besonders bösartige Form von Hautkrebs, treten häufig jedoch an bedeckten Körperstellen auf.

Weißer Hautkrebs (Basalzell- und Stachelzellkrebs)
Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom)

Hautkrebsrisiko und Prävention

Natürliche und künstliche UV-Strahlen aus Sonne und Solarien sind der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat daher 2009 die UV-Strahlung in die höchste Krebsrisikogruppe eingeordnet. Diese kann sowohl akute als auch chronische Hautschäden verursachen. UV-Strahlen können das Erbgut in den Hautzellen schädigen. Kommt die Haut mit der Reparatur dieser Schäden nicht nach, können die veränderten Zellen entarten und schließlich zu Krebszellen werden. Die Deutsche Krebshilfe rät aufgrund der Hautkrebsgefahr daher konsequent davon ab, Solarien zu nutzen und empfiehlt in der Sonne auf einen richtigen Schutz zu achten. Hier finden Sie Tipps zum Umgang mit der Sonne.

Früherkennung

Bei dieser Krebsart ist die Möglichkeit, ihn frühzeitig zu entdecken, besonders gut. Denn Veränderungen auf der Haut lassen sich schon mit bloßem Auge sehen. Seit dem 1. Juli 2008 wird die Hautkrebs-Früherkennung von den Krankenkassen bezahlt: Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf eine standardisierte Untersuchung der gesamten Körperoberfläche.

Behandlung

Die wirksamste Maßnahme ist die Operation. Dabei wird das Tumorgewebe mit einem Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe entfernt. Inwieweit eine Strahlentherapie erforderlich ist, hängt von der Art der Erkrankung und vom jeweiligen Einzelfall ab.

Im Rahmen von Patientenorientierung und Qualitätssicherung haben Experten so genannte „Behandlungspfade“ entwickelt. Sie dienen als Wegweiser durch die Behandlung einer bestimmten Krebsart. Die Behandlungspfade zu den verschiedenen Hautkrebsarten finden Sie hier:
Schwarzer Hautkrebs
Weißer Hautkrebs

Sonne und Hautkrebs

Hier erhalten Sie hilfreiche Tipps zum Sonnenschutz und Informationen zur Hautkrebsprävention.

Link zur Mediathek

Kurze Filmbeiträge zum Thema Hautkrebs finden Sie in unserer Mediathek.

Stand: 4/2013

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