Deutsche Krebshilfe: Helfen, Forschen, Informieren

Brustkrebs

Der Brustkrebs - oder genauer das Mammakarzinom - ist eine Tumorerkrankung der weiblichen Brust. Der Begriff Mammakarzinom leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für die weibliche Brust (Mamma) ab. Ein Karzinom ist ein bösartiger Tumor des Deckgewebes des Körpers.

Brustkrebsrisiko

Ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken haben Frauen,

• die älter als 50 Jahre sind (allgemeines Altersrisiko),
• die keine Kinder haben oder erst spät zum ersten Mal schwanger werden,
• deren erste Regelblutung sehr früh einsetzte oder
• die erst spät in die Wechseljahre gekommen sind.

In seltenen Fällen kann eine erbliche Belastung für Brustkrebs vorliegen. Diese geht mit einem deutlich höheren Erkrankungsrisiko und einem jüngeren Erkrankungsalter einher.

Hinweise auf eine erbliche Vorbelastung sind:

• Brustkrebs tritt gehäuft in der Familie auf.
• Die betroffenen Familienmitglieder erkranken vor dem 50. Lebensjahr.
• Brustkrebs tritt beidseitig auf.
• Auch männliche Familienmitglieder erkranken an Brustkrebs.

Die Zentren des bundesweiten Verbundprojektes „Familiärer Brustkrebs“ bieten Frauen aus solchen Risikofamilien Untersuchungs- und Beratungsangebote an. Dieses Verbundprojekt wurde von der Deutschen Krebshilfe initiiert und finanziert. Heute werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Adressen der Zentren des Verbundprojektes finden Sie hier.

Brustkrebsprävention

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Ernährung, das Körpergewicht und die regelmäßige körperliche Bewegung bei der Vorbeugung (Prävention) von Brustkrebs eine wesentliche Rolle spielen.

Unsere Ernährungsempfehlungen
• Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, am besten der Saison entsprechend. Die darin enthaltenen Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundären Pflanzenstoffe und bioaktiven Substanzen können vor Krebs schützen.
• Fleisch und Wurst können auf dem Speiseplan stehen, allerdings nur zwei- bis dreimal pro Woche. Gehen Sie vor allem mit Wurst sparsam um.
• Verringern Sie die Fettaufnahme aus tierischen Quellen.
• Ersetzen Sie, wann immer es möglich ist, tierische durch pflanzliche Fette, am besten durch gute Pflanzenöle wie etwa Oliven- oder Rapsöl.
• Trinken Sie allenfalls wenig und nicht täglich Alkohol.

Unsere Gesundheitstipps
• Bringen Sie sich in Schwung: Körperliche Aktivität beeinflusst Stoffwechsel und Hormonhaushalt positiv und erhöht den Energieverbrauch.
• Bewegen Sie sich regelmäßig.
• Achten Sie auf Ihr Gewicht. Vermeiden Sie Übergewicht. Wenn Sie übergewichtig sind, reduzieren Sie die überschüssigen Pfunde langsam.

Früherkennung

Prävention und Früherkennung sind die effektivsten Mittel gegen den Brustkrebs. Früh erkannt, ist Brustkrebs mit großer Wahrscheinlichkeit heilbar. Frauen ab dem 30. Lebensjahr steht im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung einmal jährlich eine kostenlose Untersuchung der Brust zu. Dabei leitet der Arzt dazu an, die Brust einmal im Monat selbst zu untersuchen. Außerdem bieten die gesetzlichen Krankenkassen für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie-Screening) an, zu der sie alle zwei Jahre eingeladen werden.

Behandlung

Steht die Diagnose Brustkrebs fest, ist in den meisten Fällen ein chirurgischer Eingriff notwendig. Heute kann jedoch häufig auf die von vielen Frauen gefürchtete Brustamputation verzichtet werden. Der Anteil der sogenannten brusterhaltenden Operationen ist in den letzten Jahren beachtlich gestiegen. Um die bei einer Operation nicht entfernten Krebszellen zu vernichten, ist anschließend eine Strahlenbehandlung und/oder eine Chemotherapie notwendig.

Die Patientenleitlinie Brustkrebs, die in Zusammenarbeit von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe erstellt wurde, dient als hilfreicher Wegweiser durch die Behandlung von Brustkrebs.

 

 

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