Deutsche Krebshilfe: Helfen, Forschen, Informieren

Brustkrebsmonat Oktober

 

Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober 2015 beantwortet die Deutsche Krebshilfe eine Auswahl der häufig gestellten Fragen zu dem Thema:

1. Was kann ich selber tun, um einer Brustkrebserkrankung vorzubeugen?
Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Ernährung, das Körpergewicht und die regelmäßige körperliche Bewegung bei der Vorbeugung (Prävention) von Brustkrebs eine wesentliche Rolle spielen.

        Ernährungsempfehlungen

  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse, am besten der Saison entsprechend. Die darin enthaltenen Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe, sekundären Pflanzenstoffe und bioaktiven Substanzen können vor Krebs schützen.
  • Fleisch und Wurst können auf dem Speiseplan stehen, allerdings nur zwei- bis dreimal mal pro Woche. Gehen Sie vor allem mit Wurst sparsam um.
  • Verringern Sie die Fettaufnahme aus tierischen Quellen.
  • Ersetzen Sie, wann immer es möglich ist, tierische durch pflanzliche Fette, am besten durch gute Pflanzenöle wie etwa Oliven- oder Rapsöl.
  • Trinken Sie allenfalls wenig und nicht täglich Alkohol.

         Gesundheitstipps

  • Bringen Sie sich in Schwung: Körperliche Aktivität beeinflusst Stoffwechsel und Hormonhaushalt positiv und erhöht den Energieverbrauch.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig.
  • Achten Sie auf Ihr Gewicht. Vermeiden Sie Übergewicht. Wenn Sie übergewichtig sind, reduzieren Sie die überschüssigen Pfunde langsam.

2. Unter welcher Voraussetzung ist Brustkrebs heilbar?
Brustkrebs ist nahezu vollständig heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird.

3. Wenn ich an Brustkrebs erkrankt bin, wie finde ich das richtige Krankenhaus?
Brustkrebs sollte in einer Klinik behandelt werden, die über ausreichend Erfahrung verfügt und in der alle notwendigen Fachabteilungen vorhanden sind.
Dazu gehören die sogenannten zertifizierten Brustzentren. Diese müssen hinsichtlich ihrer personellen und apparativen Ausstattung bestimmte Vorgaben erfüllen und nachweislich über viel Erfahrung in der Behandlung von Brustkrebs verfügen. Alle in der Diagnose und Behandlung beteiligten medizinischen Fachrichtungen (u.a. Frauenärzte, Chirurgen, Internisten, Strahlentherapeuten) müssen vertreten sein und interdisziplinär zusammenarbeiten.

Darüber hinaus gibt es die von der Deutschen Krebshilfe geförderten Onkologischen Spitzenzentren, die diese Kriterien nicht nur für Brustkrebs, sondern auch für andere Tumorerkrankungen erfüllen und zusätzlich Forschung betreiben.

Fragen, die Ihnen bei der Wahl des Krankenhauses behilflich sein können:

  • Arbeitet das Krankenhaus mit Ihrem niedergelassenen Frauenarzt zusammen?
  • Gibt es eine psychosoziale Betreuung durch geschultes Personal?
  • Findet eine regelmäßige Qualitätssicherung statt?

    Ihr Hausarzt kann und soll Ihnen dabei helfen, das beste Krankenhaus in Ihrer Umgebung zu finden.

4. Ich spüre bei der Selbstuntersuchung einen Knoten in der Brust. Bedeutet das, dass ich Brustkrebs habe?
Die Antwort kann Ihnen nur Ihr Arzt geben. Lassen Sie sich daher unbedingt untersuchen. In den meisten Fällen wird es sich jedoch um eine harmlose Ursache handeln.

5. Was versteht man unter dem Mammographie-Screening-Programm?
Die gesetzlichen Krankenkassen bieten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine qualitätsgesicherte Röntgenuntersuchung der Brust an, zu der Sie alle zwei Jahre eingeladen werden (Mammographie-Screening-Programm). Bei der Untersuchung macht eine Röntgenfachkraft zwei Aufnahmen von jeder Brust. Dazu wird Ihre Brust flach zwischen zwei Platten gepresst. Zwei speziell geschulte Fachärzte werten die Röntgenbilder aus. Ist das Ergebnis der Untersuchung unklar, wird Ihre Brust eventuell noch einmal geröntgt oder mit Ultraschall untersucht. Lässt sich der Befund nicht eindeutig klären, wird eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie).

6. Können auch Männer an Brustkrebs erkranken?
Ja, jedes Jahr erkranken etwa 500 Männer an Brustkrebs, rund 250 sterben daran.


Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an das Team des
INFONETZ KREBS:

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des INFONETZ KREBS beantworten Ihnen in allen Phasen der Erkrankung Ihre persönlichen Fragen nach dem aktuellen Stand von Medizin und Wissenschaft. Sie vermitteln Ihnen themenbezogene Anlaufstellen und nehmen sich vor allem Zeit für Sie.

Ihre persönliche Beratung INFONETZ KREBS
Telefon: 0800 / 80 70 88 77 (kostenfrei, Mo bis Fr 8 – 17 Uhr)
E-Mail: krebshilfe(at)infonetz-krebs.de


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