Deutsche Krebshilfe: Helfen, Forschen, Informieren

"Primärprävention – Suchtmittelkonsum (Rauchen und Alkohol)"

Förderungszeitraum: 2010-2014
Mittelbereitstellung insgesamt: € 1.975.889

Mit dem Ziel, die Primärprävention von Krebserkrankungen zu fördern, hat der Vorstand der Deutschen Krebshilfe die Einrichtung des Förderungsschwerpunkt-Programms 'Primärprävention' beschlossen. Gegenstand des Programms ist die Erforschung und frühzeitige Beeinflussung von Lebensgewohnheiten, die die Krebsentstehung nachgewiesenermaßen begünstigen.

Größte Bedeutung hat das Rauchen, das die Entstehung fast aller Krebserkrankungen beeinflusst. Darüber hinaus ist die Bedeutung von riskantem Alkoholkonsum, mangelnder Bewegung und falscher Ernährung für die Entstehung der häufigsten Krebserkrankungen nachgewiesen.

Zu diesen Themen erfolgten zwei Ausschreibungen. Begonnen wurde mit dem Schwerpunktthema "Suchtmittelkonsum (Rauchen und Alkohol)". Eine weitere Ausschreibung erfolgte im Jahr 2010 zum Schwerpunktthema "Ernährung und Bewegung". Die beantragten Projekte befinden sich derzeit in der Begutachtung.

Zum Thema Suchtmittelkonsum (Rauchen und Alkohol) werden Projekte aus den folgenden drei Bereichen gefördert:

  1. Entstehungsbedingungen der Tabakabhängigkeit oder Alkoholabhängigkeit.
    Besonderes Augenmerk gilt dem Einstieg in den Konsum psychotroper Substanzen und der Bedeutung des Lebensalters für die Entwicklung einer Tabak- oder Alkoholabhängigkeit.
  2. Wirksamkeit schulischer Programme zur Verhinderung des Einstiegs in das Rauchen und den Alkoholkonsum.
    Ziel der Studien soll die Untersuchung der Effektivität und Effizienz bestehender und neuer Verfahren zur Primärprävention bei Kindern und Jugendlichen sein.
  3. Entwicklung neuer Verfahren zur Tabak- und Alkoholentwöhnung.
    Die Erfolge der Entwöhnungsverfahren für Tabak- und Alkoholabhängige ließen sich in den letzten Jahrzehnten nur geringfügig verbessern. Insbesondere eine Ansprache gefährdeter Zielgruppen und entsprechend abgestimmte Entwöhnung verspricht größere Erfolge.

Geförderte Projekte

Charité - Universitätsmedizin Berlin
Evaluation eines kombinierten Eltern-Schüler Programms zur Raucherprävention an Berliner Schulen   
Projektleitung: Prof. Stefan Willich, Berlin
Weitere Informationen finden Sie hier.

Universität Greifswald
Die Bedeutung der Vermittlungsform für individualisierte motivationsbasierte Alkoholinterventionen bei Allgemeinkrankenhauspatienten: Computer versus Persönlich  
Projektleitung: Dr. Jennis Freyer-Adam, Greifswald
Weitere Informationen unter www.medizin.uni-greifswald.de/epidem/forschung/intervention/earlint_a06.html.

Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), Kiel
Eigenständig werden: Ein Schulprogramm zur Prävention des Substanzmissbrauchs   
Projektleitung: Prof. Reiner Hanewinkel, Kiel
Weitere Informationen unter: http://www.eigenstaendig-werden.de/?module=15

Universitätsmedizin Mainz
Primär- und Sekundärprävention von Tabak- und Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen: eine Querschnittsstudie
Projektleitung: Prof. Eva Münster, Mainz

Universitätsklinikum Tübingen, Universität Hamburg
Therapiestudie zur vergleichenden Wirksamkeit eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen und eines hypnotherapeutischen Tabakentwöhnungsprogramms
Projektleitung: Prof. Anil Batra, Tübingen