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Lungenkrebs

Jährlich erkranken in Deutschland rund 50.000 Menschen neu an einem Bronchialkarzinom (RKI 2010). Mit etwa 35.150 Neuerkrankungen sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. Allerdings steigt die Zahl der Neuerkrankungsfälle bei den Frauen stetig. Die Ursache: Immer mehr Frauen rauchen.

Lungenkrebsrisiko und Prävention

Etwa 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen. Zigarettenrauch enthält zahlreiche krebserzeugende Substanzen. Ein erhöhtes Risiko haben auch Passivraucher. Substanzen wie Asbest, so genannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, und ionisierende Strahlung können die Entstehung von Lungenkrebs ebenfalls begünstigen.

Zu „Rauchen und Krebs“ finden Sie hier eine eigene Themenseite.

Früherkennung

Bislang gibt es keinen Nachweis für die Wirksamkeit von Früherkennungsuntersuchungen bei Lungenkrebs. Der Körper sendet jedoch Alarmsignale, bei denen ein Arztbesuch dringend erforderlich ist: Langanhaltender Husten, Atemnot, eine Bronchitis, die sich trotz Antibiotika-Behandlung nicht bessert, Bluthusten, Schmerzen im Brustkorb, starker Gewichtsverlust.

Behandlung

Lungenkrebs diagnostizieren die Ärzte mit Hilfe von Röntgenaufnahmen der Lunge, einer Untersuchung der Zellen im Auswurf oder einer Spiegelung der Lunge (Bronchoskopie). Die Therapie des Tumors hängt von der Art der Krebszellen ab: Schnell wachsende, kleinzellige Formen werden chemo-, fallweise auch strahlentherapeutisch behandelt. Nicht kleinzellige Tumoren werden chirurgisch entfernt, wenn die Krebszellen noch nicht im Körper gestreut haben. In fortgeschrittenen Stadien kommen ebenfalls Chemo- und Strahlentherapie in Frage.

Im Rahmen von Patientenorientierung und Qualitätssicherung haben Experten so genannte „Behandlungspfade“ entwickelt. Sie dienen als Wegweiser durch die Behandlung einer bestimmten Krebsart. Den Behandlungspfad zum Lungenkrebs können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Stand: 3/2010

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