Krebs bei Kindern und Jugendlichen
Rund 1.800 Kinder erkranken in Deutschland jährlich bis zu ihrem 15. Lebensjahr an Krebs. Ihre Überlebenschancen haben sich in den letzten 30 Jahren deutlich verbessert. Aber auch wenn betroffene Eltern heute mit viel Hoffnung in die Zukunft sehen können, bleibt die Tumorerkrankung eines Kindes eine extreme Belastung für die ganze Familie.
Diese Erkrankungen können auftreten
Etwa die Hälfte der kleinen Patienten leidet unter Leukämien und Lymphomen; es folgen Hirntumoren, das Neuroblastom als Tumor des Nervensystems, schließlich der Wilms-Tumor, auch Nephroblastom genannt, der sich in der Niere entwickelt. Bei kleinen Kindern treten überwiegend Erkrankungen auf, die sich aus embryonalem Gewebe ableiten; erst bei größeren Kindern und Jugendlichen finden sich dann auch andere Krebsarten wie Weichteil- und Knochensarkome, aber nur selten echte Karzinome, die als Tumorarten bei Erwachsenen hingegen die Mehrzahl ausmachen.
Heilungschancen
Heute überleben in Deutschland 80 Prozent aller krebskranken Kinder und Jugendlichen; bei einigen Krebsarten sind es sogar über 90 Prozent. Fachleute führen diese Erfolge darauf zurück, dass heute fast alle Kinder im Rahmen von so genannten Therapie-Optimierungsstudien behandelt werden. Dies heißt, dass alle jungen Patienten nach einheitlichen Standards die jeweils beste Therapie unter Bedingungen erhalten, die eine sehr gute Überwachung, einen intensiven Austausch aller Fachleute und die direkte Übernahme international verfügbaren neuen Wissens ermöglichen. Die Deutsche Krebshilfe fördert fast alle derzeit in Deutschland laufenden Therapie-Optimierungsstudien im Bereich der Kinderonkologie.
Wo gibt es Information und Unterstützung?
Viele Organisationen und Einrichtungen tragen heute dazu bei, dass Kinder mit Krebs und ihre Familien Aussichten auf eine gute Behandlung haben, optimal nachversorgt werden und Eltern und Geschwister die Krankheit mittragen können, ohne unter der Last zusammen zu brechen.
Hier sind Organisationen aufgeführt, die seit Juli 2003 auf Einladung des Kompetenznetzes Pädiatrische Onkologie und Hämatologie gemeinsam an der verbesserten Information für Kinder und Eltern, aber auch für Fachleute arbeiten.
Dokumentinformation
Dieser Text ist ein Auszug aus den gemeinsamen Informationen der Partner-Informationsdienste. Den vollständigen Text finden Sie unter www.krebsinformationsdienst.de.
Erstellung: Dr. sc.hum. Birgit Hiller, Dr. Ralf Herold
Redaktion: Prof. Ursula Creutzig, Dr. sc.hum. Birgit Hiller
Stand: 23.11.2007

