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Lexikon

Erläuterungen von Fachbegriffen, die im Zusammenhang mit der Krankheit Krebs vorkommen.

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Kältechirurgie

Zerstörung von Gewebe wie zum Beispiel Tumorgewebe durch Kälte; dabei wird die betreffende Stelle über wenige Sekunden beispielsweise mit flüssigem Stickstoff behandelt

Kardia

Mageneingang

Kardiakarzinom

Tumor im Mageneingang (Kardia)

karzinogen

krebserregend

Karzinom

Geschwulst, die aus Deckgewebe (Epithel) entsteht. Karzinome besitzen viele Formen, die sich z.B. in Bezug auf den Gewebeaufbau und das Wachstum unterscheiden: etwa Adenokarzinom = von Drüsen ausgehend, Plattenepithelkarzinom = von Plattenepithel tragenden Schleimhäuten ausgehend

Kastration

Entfernung der männlichen oder weiblichen Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke), entweder durch Operation oder indem ihre Funktion zum Beispiel durch Medikamente ausgeschaltet wird (chemische Kastration)

Katheter

röhren- oder schlauchförmiges, starres oder biegsames Instrument, das in Hohlorgane (z.B. Blase), Gefäße (z.B. Vene) oder Körperhöhlen (z.B. Bauchraum) eingeführt wird; durch einen Katheter lässt sich etwa Flüssigkeit entnehmen oder man kann darüber Substanzen an die jeweilige Stelle bringen

Keimdrüsen

Drüsen, die sowohl die Keimzellen als auch die Sexualhormone bilden; bei Frauen: Eierstöcke; bei Männern: Hoden

Keimzellen

Eizellen und Spermien

Keimzelltumoren

Tumoren, die von den Keimdrüsen (Eierstöcke und Hoden) ausgehen oder versprengtem Keimgewebe in der Mittellinie des Körpers vom Steißbein bis zur Zirbeldrüse im Gehirn

Kernspintomographie, Magnetresonanztomographie (MRT)

Die Kernspintomographie oder Magnetresonanztomographie ist ein bildgebendes Verfahren, das im Gegensatz zur Computertomographie keine Röntgenstrahlen, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen nutzt. Wissenschaftlicher Hintergrund ist, dass der menschliche Körper aus Atomen besteht, vor allem aus ungeordneten Wasserstoffatomen. Die Kernspintomographie zwingt durch ihr starkes Magnetfeld die Atomkerne in eine bestimmte Richtung, ähnlich wie ein Magnet, der die Kompassnadel ausrichtet. Die Atome stehen nun unter einer gewissen Spannung und werden aus diesem Zustand durch Radiowellen aus ihrer erzwungenen Position „befreit“. Schaltet man die Radiowellen wieder ab, werden die Atome durch das starke Magnetfeld wieder in die vorherige Richtung gezwungen. Dabei senden sie bestimmte Signale aus, die sich durch hochempfindliche Antennen messen lassen. Ein Computer berechnet aus diesen Signalen auf der Basis komplizierter mathematischer Verfahren genaue Schnittbilder durch den Körper. Ungeeignet ist die Kernspintomographie häufig für Menschen mit Herzschrittmachern, für Menschen mit Ängsten und für Menschen, denen nur eine sehr kurze Untersuchungszeit zugemutet werden kann.

Klassifizierung

etwas in Klassen einteilen, einordnen

Klimakterium

Wechseljahre

Klinische Studie

systematische Untersuchung am Menschen mit dem Ziel, Erkenntnisse über diagnostische Verfahren oder Behandlungsmethoden zu gewinnen

Klon

monoklonal

Knochenmark

jeder Knochen besitzt eine Produktionsstätte für Blutzellen, die dann im Blut herumschwimmen. Man unterscheidet die Blutzellen in: Rote Blutkörperchen (Erytrozyten): Sauerstofftransport. Normwert: 4–5 Mio. pro Mikroliter Blut. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Abwehrzellen. Normwert: 4.000–9.000 pro Mikroliter Blut. Blutplättchen (Thrombozyten): Blutstillung/ Gerinnung. Normwert: 150.000–300.000 pro Mikroliter Blut.

Knochenmarkdepression

durch Chemotherapie hervorgerufene Schädigung des Knochenmarks, die fast immer heilbar (reversibel) ist. Die Dauer der Knochenmarkdepression, die mit einer erhöhten Infektions- und Blutungsgefahr einhergeht, ist abhängig von der Art der Therapie.

Knochenmarkpunktion

Entnahme von Knochenmark mit Hilfe einer geeigneten Hohlnadel; erfolgt entweder aus dem Brustbein oder dem Beckenknochen;  Beckenkammbiopsie

Knochenmarktransplantation

Übertragung von Blutstammzellen, die aus dem Knochenmark oder aus dem Blut gewonnen werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Übertragung eigenen Knochenmarks (autologe Knochenmarktransplantation) und der eines Familien- oder Fremdspenders (allogene Knochenmarktransplantation).

Kolon

Dickdarm

Koloskopie

Spiegelung des Dickdarms

Kolposkopie

Betrachtung des Muttermundes (Portio) und des Gebärmutterhalseingangs durch ein Vergrößerungsglas

Konditionierung

Vorbereitung eines Patienten auf die Knochenmarktransplantation durch eine hochdosierte Chemotherapie und wenn nötig auch durch eine Ganzkörperbestrahlung

Konisation

Ausschneiden eines kegelförmigen Gewebestückes aus dem Gebärmutterhals für diagnostische Zwecke; kann unter bestimmten Umständen auch therapeutische Gründe haben

kontinent

dicht, hier: normale Harnkontrolle

Kontrastmittel

Sie werden gegeben, um im Röntgenbild bestimmte Strukturen besser darzustellen. Röntgenstrahlen werden vom Kontrastmittel mehr (positives Kontrastmittel) oder weniger (negatives Kontrastmittel) abgeschwächt als vom umgebenden Körpergewebe. Dadurch lässt sich das Organ, in dem sich das Kontrastmittel befindet, kontrastreicher darstellen

Kontrollgruppe

In einer klinischen Studie ist die Kontrollgruppe diejenige Gruppe, die die Standard-Behandlung erhält oder – wenn dies möglich ist – unbehandelt bleibt und im Rahmen der Studie nur beobachtet wird.

Koronararterien

arterielle Kranzgefäße des Herzens

Koronarsklerose

Verengung oder Verschluss eines oder mehrerer Äste der Koronararterien durch Arteriosklerose, der häufigsten Ursache der Durchblutungsstörungen am Herzen

Krebs

Krebs ist ein Sammelbegriff für verschiedenste bösartige Erkrankungen, die alle Organe und Organsysteme des Menschen befallen können. Krebs entsteht durch genetische Veränderungen in den Zellen. Diese Mutationen führen unter anderem dazu, dass sich die Zellen unkontrolliert vermehren und im Körper ausbreiten können.

kurativ

heilend, auf Heilung ausgerichtet

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