
Die HPV-Impfung soll vor einer Infektion mit so genannten Humanen Papillomviren - kurz HPV - schützen. Diese Viren sind die Hauptverursacher von Gebärmutterhalskrebs.
HPV: Humane Papillomviren
Rund einhundert verschiedene Humane Papillomviren sind bisher bekannt. Für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sind insbesondere die „Hoch-Risiko-Typen“ HPV 16 und 18 verantwortlich. Diese Viren werden fast ausschließlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Etwa 70 Prozent der Frauen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV. In den meisten Fällen bildet sich die Infektion unbemerkt von selbst wieder zurück. Bei etwa einem Fünftel der infizierten Frauen bleibt die Infektion jedoch bestehen. Durch diese „chronische Infektion“ erhöht sich das Risiko, dass sich die Zellen des Gebärmutterhalses verändern und Krebs entsteht. Dies betrifft etwa eine von hundert chronisch infizierten Frauen. Die häufigsten „Niedrig-Risiko-Typen“ HPV 6 und 11 können unangenehme, aber gutartige Genitalwarzen hervorrufen.
Impfung für junge Mädchen
Die HPV-Impfung soll insbesondere vor der Infektion mit den Hoch-Risiko-Typen des Humanen Papillomvirus schützen und so die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verhindern. Wichtig zu wissen: Die Impfung ist nur wirksam, wenn noch keine Virus-Infektion besteht. Daher sollte die Impfung bei jungen Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Seit dem 1. Juli 2007 werden die Impf-Kosten für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Das Projekt „Mädchen checken das“ der Deutschen Krebshilfe informiert über die HPV-Impfung und über weitere Präventionsmöglichkeiten, um Krebs zu vermeiden: www.maedchen-checken-das.de.
Kein Ersatz für die Krebs-Früherkennung
Die HPV-Impfung ersetzt die jährliche Krebs-Früherkennungsuntersuchung für Frauen ab 20 Jahren nicht! Denn ein Teil der HP-Viren, die Krebs verursachen, wird durch die Impfung nicht erfasst.
Die Deutsche Krebshilfe rät:
Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe dürfen nach der Teilnahme an der HPV-Impfung auf keinen Fall andere vorbeugende Maßnahmen, wie beispielsweise die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr, vernachlässigt werden. Auch der PAP-Abstrich als Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs wird durch die HPV-Impfung nicht ersetzt.
Stand: 1/2010
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