
Jedes Jahr erkranken etwa 5.500 Frauen in Deutschland neu an Gebärmutterhalskrebs; rund 1.600 sterben jährlich daran.
Das Zervixkarzinom ist ein bösartiger Tumor am unteren Ende der Gebärmutter – dem Gebärmutterhals (Zervix). Hauptverursacher sind so genannte Humane Papillomviren (HPV). Die HPV-Impfung gegen diese Viren kann vor Gebärmutterhalskrebs schützen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Impfung-Kosten bei Mädchen von 12 bis 17 Jahren.
Die jährliche Krebs-Früherkennungsuntersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane steht allen gesetzlich versicherten Frauen ab dem 20. Lebensjahr zur Verfügung. Neben der Tastuntersuchung entnimmt der Arzt bei der Abstrichuntersuchung (PAP-Test) Zellen des Gebärmutterhalses, um diese auf Veränderungen hin untersuchen zu lassen. Der PAP-Test soll Zellveränderungen erkennen, die gegebenenfalls operativ entfernt werden müssen. Dadurch soll erreicht werden, dass weniger Frauen an Gebärmutterhalskrebs erkranken und infolgedessen auch weniger Frauen daran sterben.
Wird Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen meist gut. Als Therapiemöglichkeiten stehen Operation, Strahlenbehandlung, Chemo- und Hormontherapie oder eine Kombination daraus zur Verfügung. Die Wahl der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Art, Sitz und Größe des Tumors. Wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist und ein Kinderwunsch besteht, sollten die Auswirkungen der verschiedenen Therapiestrategien auf die Fruchtbarkeit vor Beginn der Behandlung mit dem Arzt besprochen werden.
Stand: 3/2010
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