Deutsche Krebshilfe: Helfen, Forschen, Informieren

Gebärmutterhalskrebs

Fast immer entsteht Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV). Diese Viren werden in der Regel beim Geschlechtsverkehr übertragen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die HPV-Impfung daher für Mädchen im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Die HPV-Impfung soll die Zahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterhalskrebs senken.
Wichtigstes Ziel der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung ist es, die Zahl der tumorbedingten Todesfälle zu senken. Wenn Krebsvorstufen entdeckt werden, können sie operativ entfernt und geheilt werden. Des Weiteren kann bei frühzeitiger Entdeckung kleinerer Tumoren oftmals weniger ausgedehnt operiert werden und die medikamentöse Behandlung schonender erfolgen. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten Frauen ab 20 Jahren jährlich eine Abstrich-Untersuchung (PAP-Test) des Gebärmutterhalses an. Als Zusatzleistung (individuelle Gesundheitsleistung, IGeL) gibt es zusätzlich die so genannte „Dünnschicht-Testung“.

Die Deutsche Krebshilfe rät:

Aus Sicht der Deutschen Krebshilfe ist nach allen vorliegenden Daten der PAP-Test für Frauen ab 20 Jahren eine sinnvolle Maßnahme zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs.

Außerdem dürfen nach der Teilnahme an der HPV-Impfung auf keinen Fall andere vorbeugende Maßnahmen, wie beispielsweise die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr, vernachlässigt werden. Auch der PAP-Abstrich als Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs wird durch die HPV-Impfung nicht ersetzt.


Vor- und Nachteile der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Experten stufen den PAP-Test und die „Dünnschicht-Testung“ als gleichwertig ein. Zur Abklärung auffälliger Befunde wird entweder der PAP-Abstrich im Abstand von drei bis sechs Monaten wiederholt, ein Test auf HP-Viren oder eine Lupenbetrachtung des Gebärmutterhalses (Kolposkopie) durchgeführt. Die Kolposkopie mit einer Gewebeentnahme ist das zuverlässigste Verfahren. Ein auffälliger Befund sollte daher vor einer Operation durch dieses Verfahren bestätigt werden. Alle Vor- und Nachteile sowie die Risiken und Nebenwirkungen der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennungsuntersuchung fasst das
Faltblatt übersichtlich zusammen.

Weiterführende Literatur

Die wissenschaftlichen Studien, auf denen die Expertenmeinungen und der Rat der Deutschen Krebshilfe basieren, können Sie hier nachlesen.

Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs

Die Deutsche Krebshilfe hält den allgemeinverständlichen blauen Ratgeber „Gebärmutterhalskrebs“ ostenlos bereit. Darüber hinaus sind die Krebs-Selbsthilfegruppen wichtige Anlaufstellen. Sie bieten Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Betroffenen.

Ihre direkte Verbindung

Wenn Sie weitere Fragen haben, helfen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne weiter.

Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: deutsche@krebshilfe.de

Spenden – Der direkte Weg

Mit einer einmaligen oder einer kontinuierlichen Spende.

Deutsche Krebshilfe
Kreissparkasse Köln
Konto 82 82 82, BLZ 370 502 99