
Förderungszeitraum: 2008-2012
Mittelbereitstellung insgesamt: € 3.324.331
Die Deutsche Krebshilfe ist sich der Bedeutung der Krebsregister für die epidemiologische Krebsforschung bewusst und setzt sich daher für die Stärkung der Krebsregistrierung in Deutschland ein. Nur mit Hilfe von Krebsregistern kann die Entwicklung von Inzidenz, Prävalenz und Mortalität bei Krebs im Laufe der Zeit beobachtet, können Früherkennungsmaßnahmen evaluiert, Effekte der Prävention untersucht und regionale Unterschiede sichtbar gemacht werden.
Mit dem Ziel, auch weiterhin einen Beitrag zur Entwicklung der Krebsregister und der Krebsepidemiologie zu leisten, hat der Vorstand der Deutschen Krebshilfe daher die Einrichtung des Förderungsschwerpunkt-Programms "Epidemiologische Forschung mit Daten bevölkerungsbezogener Krebsregister" beschlossen.
Im Rahmen dieses Programms fördert die Deutsche Krebshilfe Projekte, die sich mit folgenden Themen auseinandersetzen:
1. Identifikation von Risikofaktoren zu den Themenfeldern
2. Evaluation onkologischer Versorgung zu den Themenfeldern
Universität Bielefeld, Krebsregister Nordrhein-Westfalen, Münster
Pflegeleistungen bei Krebs-Patienten: longitudinale, bevölkerungsbezogene Analyse
Projektleitung: Prof. Oliver Razum, Bielefeld
Bevölkerungsbezogenes Krebsregister Bayern, Erlangen, Ludwigs-Maximilians-Universität München
Bevölkerungsbezogene Auswirkungen des Mammographie-Screenings auf die Verteilung der Tumorstadien und Folgen für Therapie und Versorgung von Brustkrebspatientinnen in Bayern
Projektleitung: Dr. Martin Meyer, Erlangen
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburgisches Krebsregister, Universitätsmedizin Mainz, Universitätsklinikum Heidelberg, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
Der Einfluss von Hormonsubstitution sowie lebensstil- und genetisch bedingter Faktoren auf Krebsinzidenz und -mortalität, Prognose und Überlebenszeit von Brustkrebs
Projektleitung: Prof. Dieter Flesch-Janys, Hamburg
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Krebsregister Saarland, Universität zu Lübeck
Langzeit-Lebensqualität nach Brust-, Kolorektal- und Prostatakrebs
Projektleitung: Prof. Hermann Brenner, Heidelberg
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V., Saarbrücken
Langzeitprognose von Krebs-Patienten in Deutschland: Aktuelle nationale Schätzer, regionale Variation und internationale Vergleiche
Projektleitung: Prof. Hermann Brenner, Heidelberg
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Krebsregister Saarland, Saarbrücken, Charité - Universitätsmedizin Berlin
Zusammenhang zwischen Umwelt- und Lebensstilfaktoren und Krebsrisiko/-prognose: Die Bedeutung einer Unterversorgung mit Vitamin D3 und Selen in großen epidemiologischen Kohortenstudien
Projektleitung: Dr. Ulrike Haug, Heidelberg
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Krebsregister Saarland, Saarbrücken
Inzidenz und Mortalität kolorektaler Karzinome bei Teilnehmern der Früherkennungskoloskopie
Projektleitung: Dr. Michael Hoffmeister, Heidelberg
Universität zu Lübeck
Räumliche Analysen von Krebserkrankungen in Deutschland unter den Aspekten sozialer Deprivation und demographischer Entwicklung - Pilotprojekt
Projektleitung: Prof. Alexander Katalinic, Lübeck
Universität zu Lübeck
Abgleich der QuaMaDi-Kohorte mit dem Krebsregister Schleswig-Holstein - Fokus Ergebnisqualität: Überleben, 'Intervallkarzinome', Tumorstadien, verdächtige Befunde
Projektleitung: Dr. Annika Waldmann, Lübeck
Ludwig-Maximilians-Universität München
Evaluation der Umsetzung der nationalen S3-Leitlinie 'Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Frau und des damit erreichten bevölkerungsbezogenen Outcome's in verschiedenen Regionen Deutschlands
Projektleitung: Prof. Jutta Engel, München