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Darmkrebs

Darmkrebs (Kolonkarzinom) ist sowohl bei den Frauen also auch bei den Männern die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Unter diesem Oberbegriff werden Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolon), des Enddarms (Mastdarm/Rektum) und des Darmausgang (Anus) zusammengefasst. Der Enddarm ist am häufigsten betroffen.

Jährlich erkranken über 73.000 Menschen in Deutschland neu an einem bösartigen Tumor im Darm (RKI 2010); rund 26.700 Menschen sterben jährlich daran.

Darmkrebsrisiko und Prävention

Zu den Risikofaktoren gehören schwere chronisch-entzündliche Darmkrankheiten und bestimmte Darmpolypen, die als Vorläufer von bösartigen Darmtumoren zu sehen sind. Auch die Lebensweise spielt eine Rolle: Eine ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung, regelmäßiger Alkoholkonsum, wenig Bewegung und Übergewicht erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Darüber hinaus gibt es eine Form von Darmtumoren, die im Zusammenhang steht mit den vererbbaren Erkrankungen „Familiäre Adenomatöse Polyposis“ (FAP) und „Hereditäres nicht polypöses Colon-Carzinom“ (HNPCC). Die Zentren des bundesweiten Verbundprojektes „Familiärer Darmkrebs“ der Deutschen Krebshilfe bieten Risikofamilien Untersuchungs- und Beratungsangebote an.

Früherkennung

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten Menschen zwischen dem 50. und 55. Lebensjahr jährlich kostenlos einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl an, ab dem 56. Lebensjahr eine Darmspiegelung. Diese Koloskopie kann nach zehn Jahren wiederholt werden. Wer auf eine Darmspiegelung verzichten möchte, kann ab dem 56. Lebensjahr alle zwei Jahre einen Stuhlbluttest nutzen. Die Koloskopie ist jedoch die sicherste Methode zur Darmkrebs-Früherkennung.

Behandlung

In den meisten Fällen wird der Tumor operiert. Bei manchen Patienten wird der chirurgische Eingriff mit einer Chemo- oder Strahlentherapie kombiniert. Auch die Kombination von Chemo- und Immuntherapie wird mittlerweile zur Darmkrebsbehandlung angewendet.

Im Rahmen von Patientenorientierung und Qualitätssicherung haben Experten so genannte „Behandlungspfade“ entwickelt. Sie dienen als Wegweiser durch die Behandlung einer bestimmten Krebsart. Den Behandlungspfad zum Darmkrebs können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Darmkrebsmonat

Hier erhalten Sie Informationen zum jährlichen Darmkrebsmonat März.


Stand: 3/2010

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