
Jährlich erkranken über 59.000 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs (RKI 2010); rund 17.000 Frauen sterben jedes Jahr daran. Damit ist das Mammakarzinom der häufigste bösartige Tumor bei Frauen.
Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Dies ist jedoch sehr selten: Etwa zwischen einem halben und einem Prozent aller Brustkrebsdiagnosen werden bei männlichen Patienten gestellt. In Deutschland wären dies zwischen 230 und 500 erkrankte Männer pro Jahr.
Ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken haben Frauen,
In seltenen Fällen kann eine erbliche Belastung für Brustkrebs vorliegen, die mit einem deutlich höheren Erkrankungsrisiko, jüngerem Erkrankungsalter und/oder mehreren Betroffenen in der Familie einher geht. Eine solche erbliche Belastung liegt bei zirka einer von 500 bis 1.000 Frauen der Allgemeinbevölkerung vor. Die Zentren des bundesweiten Verbundprojektes „Familiärer Brustkrebs“ bieten Frauen aus solchen Risikofamilien Untersuchungs- und Beratungsangebote an. Dieses Verbundprojekt wurde von der Deutschen Krebshilfe initiiert und finanziert. Heute werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Frauen ab dem 30. Lebensjahr steht im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung einmal jährlich eine kostenlose Untersuchung der Brust zu. Der Frauenarzt tastet dabei Brust und Achselhöhle gründlich ab. Er überprüft die Haut, die Brustwarze und die Form der Brüste. Außerdem sollte der Arzt jede Frau dazu anleiten, ihre Brust einmal im Monat selbst zu untersuchen. Wichtig dabei ist, auf Knoten und Veränderungen der Brust zu achten.
Die Krankenkassen bieten Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine qualitätsgesicherte Röntgenuntersuchung der Brust an, zu der sie alle zwei Jahre eingeladen werden (Mammographie-Screening-Programm). Mit dem Faxformular können Sie die
Broschüre „Mammographie-Screening. Früherkennung von Brustkrebs. Was Sie darüber wissen sollten.“ kostenlos anfordern. Hier geht es zur Internetseite des Mammographie-Screening-Programms.
Steht die Diagnose Brustkrebs fest, ist in den meisten Fällen ein chirurgischer Eingriff notwendig. Heute kann jedoch in bis zu 80 Prozent aller Fälle brusterhaltend operiert werden. Der chirurgische Eingriff umfasst häufig nicht nur die Brust, sondern auch die Lymphknoten in den Achselhöhlen. Um die bei einer Operation nicht entfernten Krebszellen zu vernichten, ist anschließend eine Strahlenbehandlung der Brust notwendig. In bestimmten Fällen empfehlen die Ärzte außerdem eine Chemotherapie oder eine Hormontherapie. Viele Tumoren der Brust wachsen östrogenabhängig. Verändert man den Hormonhaushalt, beispielsweise mit so genannten Antiöstrogenen, kann die Entstehung von Metastasen verhindert, eventuell sogar ein Rückgang der Krankheit erreicht werden.
Im Rahmen von Patientenorientierung und Qualitätssicherung haben Experten so genannte "Behandlungspfade" entwickelt. Sie dienen als Wegweiser durch die Behandlung einer bestimmten Krebserkrankung. Den Behandlungspfad zum Brustkrebs können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.
Stand: 3/2010
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Blauer Ratgeber „Brustkrebs“
Broschüre
"Mammographie-Screening"
Patientenleitlinie "Früherkennung von Brustkrebs"
Patientenleitlinie "Brustkrebs - Die Ersterkrankung und DCIS"
Faltblatt "Brustkrebs erkennen"
Präventionsfaltblatt
„Erblicher Brustkrebs“
Karte „Fragen Sie nach Ihrem
Risiko – Erblicher Brustkrebs“