Sonne und Hautkrebs

Der Mensch braucht die Sonne. Sie fördert die Vitalität und seelische Ausgeglichenheit, sie regt die Bildung von Vitamin D an, das den Knochenbau und das Immunsystem stärkt. Aber die natürliche und künstliche UV-Strahlung kann auch fatale Auswirkungen auf die menschliche Haut haben - und Hautkrebs verursachen. Immer mehr Menschen erkranken jährlich neu an Hautkrebs. Dieser alarmierende Anstieg gilt als Folge des weit verbreiteten Wunsches nach Bräune um jeden Preis.

Mit ihren jährlichen Hautkrebs-Kampagnen und Unterrichtsmaterialien für Kinder und Jugendliche machen die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) auf die Hautkrebs-Prävention für verschiedene Altergruppen aufmerksam. mehr

Hautkrebsarten

Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, um gute Heilungschancen zu erreichen. Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Hautkrebsarten und die Neuerkrankungszahlen.

Tipps zum richtigen Umgang mit der Sonne

  • Bis zum Ende des ersten Lebensjahres sollten Sie Ihr Kind überhaupt nicht der direkten Sonne aussetzen. Vermeiden Sie auch, die zarte Haut Ihres Kindes unnötig mit Sonnenschutzmitteln zu belasten. Sonnenschutzmittel sind frühestens ab dem Ende des 1. Lebensjahr ein  geeigneter Schutz vor Sonnenbrand.
  • Einfach und wirksam: Schatten und sonnengerechte Kleidung. 
  • Meiden Sie besonders die Sonne in der Mittagszeit.
  • Tragen Sie in der Sonne immer sonnendichte Kleidung und auf jeden Fall eine Kopfbedeckung.
  • Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel (ab Lichtschutzfaktor 20) ein. Mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad.
  • Erneuern Sie Ihren Sonnenschutz mehrmals am Tag. Aber Achtung: Sonnenschutzmittel schützen nicht vor Hautkrebs! Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht. 
  • Verwenden Sie beim Baden nur wasserfeste Sonnencreme. Und cremen Sie sich nach dem Abtrocknen noch einmal ein. Noch besser: Schützen Sie die Schultern mit einem T-Shirt oder spezieller Badebekleidung.
  • Schützen Sie die Augen durch eine Sonnenbrille mit UV-Filter und möglichst geschlossenen Seiten.
  • Bräunen Sie Ihre Haut nicht im Solarium vor! Zuviel UV-Strahlung, egal ob künstlich oder natürlich, schadet der Haut und lässt sie schneller altern.
  • Viel trinken! Der Körper verliert in der Sonne viel Flüssigkeit

Dies sind Empfehlungen der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP). Auf der Internetseite des
Bundesamtes für Strahlenschutz finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema "UV-Strahlung".


Hautkrebsgefahr aus dem Sonnenstudio

Eine internationale Studie hat es gezeigt: Wer vor dem 35. Lebensjahr regelmäßig Solarien nutzt, steigert sein Risiko, an einem malignen Melanom („schwarzer Hautkrebs“) zu erkranken, um bis zu 75 Prozent. Dies ist besonders alarmieren, denn: Von rund 14 Millionen Solariennutzern zwischen 18 und 45 Jahren hat mehr als ein Viertel (28,4 Prozent) bereits im Alter von zehn bis 17 Jahren mit dem künstlichen Bräunen begonnen. Das hat eine bevölkerungsbezogene Umfrage zur Solariennutzung in Deutschland, die „SUN-Study 2008“, ermittelt. Sie wurde im Auftrag der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V. durchgeführt.

Auf Basis dieser Ergebnisse und zahlreicher weiterer Studien hat der deutsche Gesetzgeber inzwischen reagiert: Seit August 2009 ist es Minderjährigen nicht mehr gestattet, Solarien in Sonnenstudios oder sonstigen öffentlich zugänglichen Räumen zu benutzen.

Die Deutsche Krebshilfe e.V., die ADP. und die Strahlenschutzkommission (SSK) begrüßen diese Entscheidung nachdrücklich. Mit dem Solarienverbot steigt die Chance, dass junge Menschen erst gar nicht zu Solariennutzern werden und so die Neuerkrankungszahlen von Hautkrebs langfristig sinken.